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Prozess vor dem Wuppertaler Landgericht: Vorwurf: Mord aus Heimtücke

Prozess vor dem Wuppertaler Landgericht : Vorwurf: Mord aus Heimtücke

Vor dem Schwurgericht des Wuppertaler Landgerichts beginnt am 13. Juni 2016 der Prozess gegen einen 21-jährigen Mann. Ihm wird vorgeworfen, am 25. November 2015 an der Tejastraße einen heimtückischen Mord begangen zu haben.

Dem Angeklagten droht eine lebenslange Freiheitstrafe.

Der Angeklagte und das spätere Opfer sollen sich, so die Staatsanwaltschaft, zunächst auf dem Spielplatz wegen Schulden aus Betäubungsmittelgeschäften gestritten haben. Dabei soll das spätere Opfer dem Angeklagten mit so genannten "Tactical Gloves", d.h. mit Sand oder ähnlichem Material gefüllten Handschuhen, ins Gesicht geschlagen und ihm hierdurch eine stark blutende Verletzung an der Nase zugefügt haben.

Das spätere Tatopfer sei dann, so die Ermittler, weggegangen und habe nicht mehr mit einem Angriff des Angeklagten gerechnet. Genau das habe der Angeklagte ausgenutzt und ihn mit einem Stichwerkzeug in den Rücken und den Halsbereich getroffen, heißt es in der Anklage. Der Tod sei in Kauf genommen worden.

Das Opfer war in der Nähe der St. Marien-Kirche vor einem VW-Bus zusammengebrochen und kurz darauf gestorben.