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Wuppertaler Fotopreis: Feuriger Trassentunnel-Blick

Wuppertaler Fotopreis : Feuriger Trassentunnel-Blick

Als voriges Jahr die Nordbahntrassen-Tunnel noch nicht beleuchtet waren und sich der Verkehr sehr in Grenzen hielt, nutzte Andreas Henn die Gunst der Stunde für diese spektakuläre Fotoinszenierung. Mit seinem trickreich hergestellten Motiv "Ottenbrucher Tunnel" kam er unter die Finalisten beim 1. Wuppertaler Fotopreis, den die Volksbank gemeinsam mit der Rundschau und dem Druckhaus Ley + Wiegand ausgeschrieben hatte.

Den Kniff beim funkensprühenden Schwarz-Weiß-Bild erklärt Henn so: "Man braucht Schneebesen an einer ein Meter langen Leine, in die man Ako-Pads reinsteckt und anzündet." Zwei Mann sind dann diese Konstruktionen schwenkend rund 50 Meter durch den Tunnel gelaufen, während Henn 30 Sekunden lang belichtet hat.

Andreas Henn. Foto: Bettina Osswald

Die aus einem Internet-Video entstandene Idee setzte der Hobbyfotograf Henn mit seiner Fotogruppe um, die sich aus einem Kurs gebildet hat. Kondition war dabei kein Nachteil ,denn: "Ab und zu kam ein Radfahrer vorbei, dann mussten wir nochmal starten." Ursprünglich war das Motiv übrigens als Farbbild geplant, aber bei der Nachbetrachtung erwies sich die Schwarz-Weiß-Variante als kontrastreicher und ausdrucksstärker.

Das sah auch die Jury so, die den Tunnel-Kunstschuss zusammen mit elf weiteren Siegerbildern für den Fotokalender auswählte, der die besten Wettbewerbsbeiträge präsentiert. Er ist für 12,90 Euro bei Rundschau Reisen in der Rundschau-Passage am Werth 99 sowie bei TOP Reisen in der oberen Etage der Elberfelder Rathaus Galerie erhältlich.