Abschied von Gästen aus Namibia Der Abschluss eines lebendigen Austauschs

Wuppertal · Mit einem Partnerschaftsgottesdienst endet am Sonntag (14. Juni 2026) ab 10 Uhr in der Sophienkirche (Sophienstraße 3b) der zweiwöchige Besuch einer Delegation aus dem namibischen Partnerkirchenkreis Keetmanshoop in Wuppertal.

Die Gäste aus Namibia.

Foto: Thorsten Levin

Unter dem Motto „Sharing and Caring“ wird die langjährige Verbundenheit gefeiert und ein Zeichen für gelebte weltweite Gemeinschaft gesetzt.

Zwei intensive Wochen voller Begegnungen, Gespräche und gemeinsamer Erfahrungen haben die sechs Gäste aus Wuppertals Partnerkirchenkreis Keetmanshoop in Nambia erlebt. Bevor sie wieder in die Heimat fliegen, verabschiedet der Kirchenkreis sie mit einem großen Gottesdienst. Er steht unter dem Motto „Sharing and Caring“ – miteinander teilen und für einander sorgen – und wurde von Mitgliedern der Partnerschaftsgruppe und den Gästen aus Namibia gemeinsam vorbereitet.

Während ihres 14-tägigen Aufenthalts in Wuppertal besuchte die Delegation zahlreiche Gemeinden, Einrichtungen und Projekte im Kirchenkreis Wuppertal. Dabei standen insbesondere Begegnungen mit engagierten Ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitenden im Mittelpunkt. Die Gäste erhielten vielfältige Einblicke in die Arbeit von Kirche im Wandel und lernten zahlreiche Formen kirchlichen und diakonischen Engagements kennen.

Beeindruckt von diakonischem Engagement

Besonders beeindruckt zeigte sich Dean Abel Christiaan Vries, der Superintendent des Kirchenkreises Keetmanshoop, von der Vielfalt und Professionalität der diakonischen Arbeit in Wuppertal. Immer wieder betonte er, wie sehr ihn das Engagement der Gemeinden fasziniere. „Auch wir sind diakonisch unterwegs“, erklärte Vries, „aber hier in Wuppertal erleben wir eine noch größere Vielfalt an Angeboten und Projekten.“

Zu den Stationen der Delegation gehörten unter anderem das „Sophiencafé international“ für Geflüchtete der Evangelischen Kirchengemeinde Elberfeld-West, das Nachbarschaftsprojekt in Elberfeld-Südstadt, ein Kleiderladen in Langerfeld und die dortige Kindergruppe, das Café Prio der Stadtmission mitten in Barmen sowie zahlreiche weitere Begegnungsorte und soziale Projekte. Überall stießen die Gäste auf Menschen, die sich mit großem Einsatz für ihre Mitmenschen engagieren.

Die eigene Realität durch andere Augen sehen

Auch für die Mitglieder der Partnerschaftsgruppe sind die Begegnungen mit den Gästen aus Namibia eine wertvolle Erfahrung. Katja Dummer, Leiterin des Arbeitskreises Keetmanshoop, betont: „Es ist für uns bei den Begegnungen mit unseren Partnerinnen und Partnern aus dem Globalen Süden immer wieder spannend, auch die eigene Realität durch die Augen der anderen zu sehen und zu reflektieren. Dieser Perspektivwechsel eröffnet neue Blickwinkel und hilft uns, die eigene Arbeit und unser gesellschaftliches Umfeld bewusster wahrzunehmen.“

Die vielen Eindrücke, Erfahrungen und Gespräche der vergangenen Tage sollen nun in den Partnerschaftsgottesdienst einfließen. Gemeinsam möchten die Teilnehmenden von ihren Begegnungen berichten, Dankbarkeit ausdrücken, gemeinsam ihren Glauben bekennen und die langjährige Partnerschaft zwischen den Kirchenkreisen feiern.

Auch Superintendentin Katharina Pött wird den Gottesdienst mitgestalten. Die Partnerschaftsgruppe und die namibische Delegation laden alle Interessierten herzlich ein, mitzufeiern und an den Erfahrungen des Austauschs teilzuhaben.