Erste Hilfe fürs Wuppertaler Straßengrün

Hitze : Erste Hilfe fürs Wuppertaler Straßengrün

Die Hitze macht nicht nur Berufstätigen, alten oder kranken Menschen und kleinen Kindern zu schaffen, sondern auch den Bäumen in der Stadt. Deshalb hat das zuständige Ressort Grünflächen und Forsten der Stadt bereits seit mehreren Wochen Erste Hilfe geleistet.

Alle jungen Bäume, die erst vor ein bis drei Jahren gepflanzt wurden, werden mit Wassersäcken versorgt. 400 solcher Säcke sind derzeit im Einsatz. „Der Vorteil ist, dass dann das Wasser langsam in den Boden sickert und die Bäume mit Feuchtigkeit versorgt“, erläutert Annette Berendes, Leiterin des Ressorts. Es werden täglich mehrere tausend Liter Wasser an die Straßenbäume verteilt.

Die Füllung der Wassersäcke sowie die Wässerung von Sommerblumen, Stauden oder Jungpflanzen übernehmen zurzeit rund 30 Mitarbeiter des Ressorts – so kann sichergestellt werden, dass die Bewässerung kontrolliert erfolgt. Das Wasser wird Hydranten entnommen und in großen Fässern – von 1.000 bis 4.500 Litern – zu den Bäumen und Grünflächen gebracht.

„Wir möchten uns an dieser Stelle auch ganz herzlich bei den Kollegen der Feuerwehr und der Polizei bedanken, die sofort zugesagt haben, unterstützend tätig zu werden“, freut sich Dezernent Meyer über die Hilfe der Einsatzkräfte. Hierüber können auch viele etwas größere Straßenbäume versorgt werden.

Wer darüber hinaus mithelfen will, Straßenbäume und Sträucher mit dem notwendigen Wasser zu versorgen, kann sich um mittelgroße Bäume oder die Sträucher an Straßen und Bürgersteigen kümmern. Tipp der Fachfrau Berendes: „Die Bäume und Sträucher am besten einmal in der Woche und dann richtig üppig gießen.“ Bekämen die Bäume täglich das notwendige Nass, würden sie verlernen, ihre Wurzeln nach Wasser suchen zu lassen, Oberflächenwurzeln ausbilden und umso anfälliger für Trockenheit sein. „Früh morgens oder spät abends gießen ist besonders gut, dann verdunstet das Wasser nicht so schnell“, empfiehlt Berendes.

Auch präventiv hat sich das Ressort auf trockene Sommer eingestellt: Werden neue Bäume gepflanzt, setzen die städtischen Fachleute auf Bäume wie die Hopfenbuche, den Ginkgo, den Schnur- oder den Lederhülsenbaum. Diese Bäume können besser mit Hitze und Trockenheit umgehen. „Sie sind stress-angepasster“, so Berendes.