Nach Oberleitungsschäden Einschränkungen bei der RB 48 und dem RE 7

Wuppertal · Bei den Oberleitungsschäden am Montagmorgen und Dienstagabend (8. und 9. April 2024) in Wuppertal sind mehrere Triebzüge des Anbieters „National Express“ beschädigt worden. Dadurch kommt es auf den Linien RB48 und RE 7 voraussichtlich bis Ende des Monats zu Einschränkungen.

Die Szenerie am Montag.

Die Szenerie am Montag.

Foto: Christoph Petersen

Nach Angaben des Unternehmens hatten durchhängende Leitungen Schäden an den Stromabnehmern verursacht. „Entsprechend kommt es auf diesen Linien derzeit zu Kapazitätsabweichungen. Zumeist kann den Fahrgästen nur ein Zugteil zur Verfügung gestellt werden. Einzelne Fahrtausfällen sind ebenfalls möglich“, teilt „National Express“ mit.

Man arbeite „mit Hochdruck“ daran, den Fahrgästen „schnellstmöglich wieder die volle Fahrzeugkapazität zur Verfügung zu stellen. Die beschädigten Triebzüge werden nun nacheinander in die Werkstätten abgeschleppt. Erst dort kann der tatsächliche Reparaturaufwand der Fahrzeuge festgestellt werden.“

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Oberleitung bremst Bahnverkehr aus

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Foto: Christoph Petersen

Allerdings seien „insbesondere neue Stromabnehmer nicht in solch großer Stückzahl unmittelbar verfügbar“. Deshalb könne es zu Verzögerungen bei den Reparaturen kommen. Die Technikanteilung von „National Express“ prüfe „gemeinsam mit seinen Partnern die Verfügbarkeit zusätzlicher Werkstattkapazitäten“ sowie eine schnellere Ersatzteilbeschaffung“. Aber: „Aufgrund des noch nicht genau abschätzbaren Wartungsaufwands kann derzeit keine verlässliche Prognose abgegeben werden, wann wieder die volle Flottenkapazität zur Verfügung stehen wird.“ Voraussichtlich sei „bis Ende April mit Einschränkungen auf den Linien RB 48 und RE 7 zu rechnen. Die reparierten Fahrzeuge werden sukzessive wieder in den Betrieb überführt, so dass eine schrittweise Verbesserung der Lage erwartet wird.“

Unterdessen unterstützt „National Express“ den Infrastrukturbetreiber „DB InfraGO“ und die Bundespolizei bei den Ermittlungen, wodurch die Oberleitung beschädigt wurden. Neben technischen Defekten ist auch mutwillige Zerstörung nicht ausgeschlossen. Am Montagmorgen mussten rund 80 Insassen einer Regionalbahn im Bereich des Bahnhofs Oberbarmen aus Sicherheitsgründen rund zwei Stunden warten, bis sie von der Feuerwehr evakuiert werden konnten.

(red/jak)