Eine echte Alternative bieten

Eine echte Alternative bieten

Mit "Wuppertal 3.0" sind die Grünen bei der Suche nach einem OB-Kandidaten gescheitert. Egal, mit Marc Schulz haben sie nun einen eigenen OB-Anwärter gefunden.

Wenn sich Marc Schulz seine Rolle im OB-Wahlkampf selbst schreiben könnte, dann wäre sie vergleichbar mit der von Dänemark bei der Fußball-EM 1992. "Eigentlich nicht qualifiziert für die Teilnahme, rückte das Team nach und gewann am Ende den Titel", sagt der erklärte Fußball-Fan.

Der 36-jährige Grüne, der am Donnerstagabend von seiner Partei mit 94,4 Prozent zum OB-Kandidaten gewählt wurde, ist als voraussichtlich letzter Kandidat ins Feld der OB-Aspiranten gestoßen. Sein Ziel: "Eine Stichwahl wäre natürlich super", sagt der Vater von drei Kindern, will aber den Fokus vor allem auf den Wahlkampf richten: "Mein Anspruch ist nicht, das Rathaus zu übernehmen, sondern etwas für einen spannenden Wahlkampf zu tun. Ich will die anderen Kandidaten herausfordern, die Finger in die Wunden legen und das Duett zwischen den Kandidaten Jung und Mucke unterbrechen."

Unter dem Twitter-Hashtag #lastcduob will er nun den Wählern zeigen, dass sie eine echte Alternative haben zu den Vertretern der Großen Koalition. Eine Materialschlacht wird es nicht geben, auch keine Kampagnenseite in den Sozialen Medien. Vielmehr will man in die Stadtteile gehen, das grüne Sofa wieder auf die Straße stellen und bei Podiumsdiskussionen mit Inhalten punkten.

Der "flotte Rotter" spürt eine Aufbruchstimmung in der Stadt, die jedoch nicht aus dem Rathaus, sondern aus der Mitte des Volkes komme. Als OB würde er gerne dafür sorgen, dass diese engagierten Bürger auch einen Ansprechpartner im Rathaus haben.

Die Soziale Stadt, eine Stadt der kurzen Wege mit liebenswerten Quartieren, familienfreundlichen Strukturen, Klimaschutz, Gleichberechtigung, Kultur, Bürgerbeteiligung — Schulz sieht viele Ansätze, in Wuppertal Dinge zu verbessern.

Einen guten Grund, den Konkurrenten Andreas Mucke (SPD) nicht ins Rathaus zu wählen, hat er auch: "Der leistet in der Quartiersgesellschaft so gute Arbeit, dass man ihn dort nicht entbehren kann ..."

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