Demos in Barmen und Oberbarmen: Deutlich mehr Gegendemonstranten

Demos in Barmen und Oberbarmen : Deutlich mehr Gegendemonstranten

Rechte und Linke hatten für Samstagmittag (4. März 2017) zu Demos im Bereich Oberbarmen und Barmen aufgerufen. Beide sind inzwischen beendet. Hier die aktuellen Infos.

Bilanz der Polizei: "Die Versammlungen verliefen weitestgehend friedlich. Lediglich vor dem Bahnhofsgebäude in Oberbarmen musste eine Person in Gewahrsam genommen werden, nachdem sie einen Teilnehmer der rechten Versammlung geschlagen hatte. Eine Strafanzeige wegen Körperverletzung wurde erstattet. Einer Person wurde die Teilnahme an der Versammlung der Partei "Die Rechte" untersagt, da sie einen verbotenen Gegenstand mitführte; gegen sie wurde eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz erstattet, ein Messer wurde sichergestellt. Im Vorfeld der Versammlungen griffen etwa 20 Personen einen Informationsstand der AfD in der Elberfelder Innenstadt an. Sie zerstörten den Stand und verletzten eine Person. Anschließend flüchtete die Gruppe mit einem Zug vom Hauptbahnhof nach Oberbarmen. Dort überprüfte die Polizei die Identität von 42 Personen und deren mögliche Tatbeteiligung. Nach Feststellung der Personalien wurde die Gruppe wieder entlassen, den Personen wurden Platzverweise erteilt. Hinsichtlich des Angriffs auf den Infostand wurde eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung und gefährlicher Körperverletzung erstattet."

Aufwand: Die Polizei setzte nach eigenen Angaben mehr als 700 Beamtinnen und Beamte ein. "Die B 7 (Berliner Straße, Höhne) war für etwa drei Stunden für den Fahrzeugverkehr gesperrt, was für erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen sorgte", heißt es.

Auf dem Berliner Platz sammeln sich die Gegendemonstranten. Foto: Michael Schad

Finale: Es habe keine größeren Probleme gegeben, teilte die Polizei auf Anfrage der Wuppertaler Rundschau mit. Die Zahl der rechten Teilnehmer wird aus dem Präsidium mit 70 beziffert, die der Gegendemonstranten mit 350. Die Verkehrsmaßnahmen wurden bereits aufgehoben.

Wie oft ist die Zahl der "Rechten" überschaubar. Foto: Michael Schad

Kundgebung: Die "Rechten" verkünden ihre Parolen nun an der Werther Brücke. 20 Meter entfernt stehen die Gegendemonstranten. Die Polizei sperrt beide voneinander ab und verhängt ein Durchgangsverbot.

Eine Stunde vor Beginn der Demo zog die Polizei ein großes Aufgebot auf dem Berliner Platz zusammen. Foto: Michael Schad

Bewegung: Die "Rechten" ziehen nun (14.15 Uhr), von zahlreichen Polizisten abgesichert, über die Berliner Straße. Die zahlenmäßig deutlich überlegenen Gegendemonstranten sind parallel dazu auf dem Weg zum Wupperfelder Markt.

Schilder weisen die Kunden auf die Lage hin. Foto: Michael Schad

Aufkommen: Eine große Zahl an Gegendemonstranten steht wenigen Rechten gegenüber. Die Veranstalter der Gegendemo wollen jetzt (13.30 Uhr) spontan zum Wupperfelder Markt ziehen und haben dies bei der Polizei angemeldet.

Hintergrund: Die Partei "Die Rechte" will vom Berliner Platz bis zum Bahnhof Barmen ziehen. Das Wuppertaler Bündnis gegen Nazis ruft daher zu zwei Gegenveranstaltungen auf - von 12 bis 18 Uhr auf dem Berliner Platz sowie um 13.30 Uhr am Wupperfelder Markt.

Verkehr: Die B 7 (Höhne, Berliner Straße) wird zwischen Alter Markt und Berliner Platz in beiden Fahrtrichtungen, die Winklerstraße im Bereich des Barmer Bahnhofs voll gesperrt.

Auswirkungen gibt es auch im öffentlichen Nahverkehr. So öffnet die Schwebebahnstation Werther Brücke auf Veranlassung der Polizei von 10 bis etwa 15 Uhr nicht. Die Bahnen fahren dort weiter. Wegen der abschnittweisen Sperrung der B7 zwischen Alter Markt und Berliner Platz kommt es außerdem zwischen 10 und etwa 18 Uhr zu Umleitungen und Verspätungen im Busverkehr. Betroffen sind die Linien 332, 604, 608, 611, 614, 616, 617, 618, 622, 624, 626, 627, 628, 632, 634, 636, 637, 638, 646, 640, 642, 644 und 646.

Viele Wuppertaler zeigen Präsenz und stellen sich den "Rechten" entgegen. Foto: Michael Schad

Über die aktuelle Lage informieren die WSW auf ihrer Website www.wsw-online.de

Hier geht es zur Bilderstrecke: Demos im Wuppertaler Osten

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