Rundschau-Chronik 2015 D wie Dauerstreik

Wuppertal · Von Mai bis Ende Oktober dauerten die Tarifauseinandersetzungen im Sozial- und Erziehungsdienst. Auch in Wuppertal blieben deshalb viele städtische Kitas wochenlang geschlossen, während das Personal (so wie hier mit einer Menschenkette auf der Nordbahntrasse) für mehr Lohn und eine bessere Akzeptanz kämpfte.

 Eindrucksvoll - die Menschenkette.

Eindrucksvoll - die Menschenkette.

Foto: Raina Seinsche

In Wuppertal wurde als Reaktion darauf zwischenzeitlich sogar eine App entwickelt, über die sich gestresste Eltern gegenseitig Betreuungsplätze vermitteln konnten. Nach der über eine Schlichtung und zwei Urabstimmungen hart ausverhandelten Einigung verdienen die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungswesen im Schnitt jetzt 3,5 bis 4,2 Prozent mehr. Die Frage, ob vom Streik betroffene Eltern von der Stadt anteilig Essensgeld und Gebühren erstattet bekommen, wurde in Wuppertal zwischenzeitlich zum Politikum.

Nachdem die Verwaltung mauerte, beschloss der Rat am Ende nach einem massiven öffentlichen Aufschrei eine "freiwillige Ausgleichszahlung".