Rundschau-Chronik 2015 B wie Bravo, Trasse!

Wuppertal · Drei Preise gab's 2015 — auf Landesebene, auf Bundesebene, und dann den "European Greenways Award", den "Oscar" der Radwege. Die neue Brücke Bracken im Osten kam (mit Verspätung) und machte den Weg komplett, im Sommer wurde die Strecke offiziell als Verkehrsweg gewidmet — und das gab gleich Ärger.

 Auf der Trasse herrscht nicht nur an schönen Tagen Hochbetrieb.

Auf der Trasse herrscht nicht nur an schönen Tagen Hochbetrieb.

Foto: kpm

Restriktive Vorschriften kippten das traditionelle "Integrationsfest" der Migrantenvereine am Bahnhof Loh. Die beliebte Feier mit vielen Tausend Besuchern soll aber 2016 nachgeholt werden. Die Polizei ist mittlerweile mit Pedelecs auf der Trasse präsent: Dass das Kupferkreuz in der im Sommer in Wichlinghausen eröffneten Trassen-Kapelle gestohlen wurde, konnte sie aber auch nicht verhindern. Ersatz gab's durch ein meterhohes neues Kreuz aus alten Schwebebahngerüstteilen — wahrscheinlich "unklaubar".

Gebaut, renoviert, repariert und beschildert wird immer noch viel: Oft zum Ärger der Wuppertalbewegung — beispielsweise an der Wüstenhofer Straße, wo Brückenabriss und Brückenneubau für einen Haarnadel-Engpass sorgen, der noch monatelang den stets bedeutenden Verkehrsfluss auf der Trasse hemmt.