Nach der Nichtwahl des Beigeordneten CDU-Ratsfraktion: „Haben Nocke geschlossen gewählt“

Wuppertal · Die CDU-Ratsfraktion hat nach eigenen Angaben „geschlossen“ für die Wiederwahl von Matthias Nocke als Beigeordneten gestimmt. Die Kooperationsverhandlungen mit der SPD würden trotz des Ergebnisses „unabhängig davon fortgeführt“.

Die CDU-Fraktionsvorsitzende Anja Vesper.

Foto: Christoph Petersen

Man bedauere, dass es keine Mehrheit für Nocke gegeben habe: „Dieses Ergebnis ist für uns enttäuschend, auch weil die CDU-Fraktion ihn geschlossen gewählt hat. Zugleich respektieren wir es als Resultat eines demokratischen Entscheidungsprozesses.“

Die CDU-Fraktionsvorsitzende Anja Vesper: „Demokratie heißt, um Mehrheiten zu ringen – und Entscheidungen zu akzeptieren, auch wenn sie anders ausfallen als erhofft. Matthias Nocke hat seine Aufgabe mit großer fachlicher Kompetenz, hoher Verlässlichkeit und persönlichem Engagement ausgefüllt. Dafür danken wir ihm ausdrücklich.“

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Wessel: „Unabhängig vom heutigen Abstimmungsergebnis bleibt festzuhalten, dass Matthias Nocke die von ihm verantworteten Bereiche über Jahre hinweg geprägt und weiterentwickelt hat. Das verdient Respekt.“

Stadt Wuppertal brauche, so die CDU, „eine vollständig handlungsfähige Verwaltungsspitze. Die Aufgaben in dem bisherigen Dezernat sind umfangreich, komplex und für die Entwicklung unserer Stadt von zentraler Bedeutung.“

Vesper: „Es geht jetzt nicht um parteipolitische Bewertungen, sondern um die Funktionsfähigkeit unserer Stadtverwaltung. Die Vielzahl an wichtigen Aufgaben erfordert klare Zuständigkeiten und eine stabile Führung.“

Man werde deshalb „im Laufe der Woche einen Antrag für die nächste Ratssitzung einreichen. „Inhalt wird sein, die Verwaltung aufzufordern, die Stelle eines Beigeordneten auszuschreiben – orientiert am bisherigen Ressortzuschnitt – sowie eine Findungskommission einzusetzen. Eine Ausschreibung der Funktion des Stadtdirektors ist dabei ausdrücklich nicht vorgesehen.“

Wessel: „Unser Anliegen ist es, den Prozess zügig, transparent und strukturiert auf den Weg zu bringen. Damit die Verwaltungsspitze bald wieder komplett ist und die anstehenden Aufgaben im Interesse der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger ohne Verzögerung wahrgenommen werden können.“