Ratssitzung am Montag Nocke-Abstimmung vertagt – SPD und CDU wollen kooperieren

Wuppertal · Die Wiederwahl des Stadtdirektors und des Dezernenten für Kultur, Sport und Sicherheit, Matthias Nocke (CDU), ist verschoben worden. Grund dafür war die Unsicherheit darüber, ob er am Montag im Rat die erforderliche Mehrheit auf sich vereinen würde.

Nocke lächelt: Seine Wiederwahl als Stadtdirektor und Dezernent für Kultur-, Sport- und Ordnung ist vertagt worden, weil unklar war, ob er die Wahl gewinnen würde.

Foto: Wuppertaler Rundschau/Tomas Cabanis

Auf Antrag der CDU nahm das Gremium den Punkt am Montag (15. Dezember 2025) in der letzten Ratssitzung im Jahr 2025 von der Tagesordnung – mit Erfolg. Für Nocke sind dies gute Nachrichten.

Seine Personalie hatte in den vergangenen Tagen für Aufmerksamkeit gesorgt, nachdem seine Wiederwahl sowohl zum Stadtdirektor – der zweitwichtigsten Position im Rathaus – als auch zum zuständigen Dezernenten zu scheitern drohte. Insbesondere in der SPD-Fraktion soll es in einer parteiinternen Probeabstimmung eine Mehrheit gegen Nocke gegeben haben.

Zumindest öffentlich stehen die Zeichen nun wieder auf eine Annäherung zwischen den beiden großen Fraktionen. Bereits vor der Ratssitzung unterschrieben SPD und CDU eine Absichtserklärung, in der sie ihren Willen zu einer Zusammenarbeit in der laufenden Wahlperiode bekräftigen.

Letzte Vorbereitungen vor der letzten Sitzung im Jahr 2025: Oberbürgermeisterin Miriam Scherff (SPD, Mitte) mit ihrem Büroleiter Florian Kötter (li.) und Stadtdirektor Matthias Nocke (CDU).

Foto: Wuppertaler Rundschau/Tomas Cabanis

Beide Seiten sprechen demnach über eine Kooperation, die angesichts der Herausforderungen der Stadt verlässliche Mehrheiten ermöglichen und Entscheidungen planbarer machen soll. Konkrete Ergebnisse wollen die Fraktionen erst nach Abschluss der Gespräche präsentieren; eine Zusammenarbeit wäre jeweils noch intern zu beschließen.

Rechnerisch hätte ein Bündnis aus SPD und CDU im 80-köpfigen Stadtparlament eine komfortable Mehrheit: zusammen 42 Sitze (SPD 24, CDU 18). Eine Alternative wäre ein Bündnis der SPD mit Grünen (9) und Linken (7). Dieses Lager käme allerdings nur auf 40 Stimmen und wäre damit in einzelnen Fragen auf zusätzliche Unterstützung angewiesen.

Ob Matthias Nocke in einer der nächsten Ratssitzungen die Wiederwahl schafft, ist offen. Nach diesem Montag spricht jedoch einiges dafür, dass die Stadtspitze auf dieses Ergebnis hinarbeitet.