Stimmen zur Nichtwahl von Matthias Nocke Rolf Köster (CDU): „Rückschlag für Wuppertaler Kulturpolitik“

Wuppertal · Der Stadtrat hat am Montag (26. Januar 2026) eine weitere Amtszeit von Stadtdirektor und Dezernent Matthias Nocke abgelehnt (die Rundschau berichtete). Stimmen zur Entscheidung.

OB Miriam Scherff und der Kulturausschuss-Vorsitzende Dr. Rolf Köster (Archivbild).

Foto: Christoph Petersen

Rolf Köster (Vorsitzender des Kulturausschusses) hält das Votum für einen „großen Rückschlag für die Wuppertaler Kulturpolitik“: Der CDU-Politiker: „Matthias Nocke war seit meiner Zeit als Ausschussvorsitzender des Kulturausschusses stets ein verlässlicher Partner der Politik, der mit seinem überragenden kulturpolitischen Wissen die Diskussion im Kulturausschuss begleitet und inspiriert hat. Besonders ist Matthias Nocke stets um Transparenz der Entscheidungen und um verlässliche Information des Kulturausschusses bemüht gewesen und hat die Einbindung aller politischen Parteien besorgt.

Ein besonderer Verdienst gebührt ihm auch in Bezug auf die Einbeziehung der sogenannten Freien Szene, die in Matthias Nocke stets einen ehrlichen Makler und Promotor hatte. Sein Bemühen um die finanzielle Sicherheit des Wuppertaler Drei-Sparten-Theaters, sein Einsatz in Land und Bund für das Pina-Bausch-Zentrum, dessen Realisierung ihm eine Herzensangelegenheit war, war beispiellos. Matthias Nocke hat die Wuppertaler Kulturpolitik nach innen und außen, national und auch international, kompetent und souverän vertreten.

Als Kulturausschuss-Vorsitzender wünsche ich mir einen Nachfolger, der diese Themen aufnimmt und sie mit uns zum Erfolg führt, damit die Stadt Wuppertal weiterhin eine Kulturmetropole bleibt.“

Die SPD-Ratsfraktion betont, dass sie die Wiederwahl von Matthias Nocke „ausdrücklich unterstützt und geschlossen für ihn gestimmt hat“. Der Fraktionsvorsitzende Ben Thunecke: „Wir haben uns in der SPD-Ratsfraktion bewusst für die Wiederwahl von Herrn Nocke eingesetzt. Unser Ziel war es, Kontinuität, Erfahrung und Stabilität in der Verwaltungsführung zu sichern. Dass der Antrag dennoch keine Mehrheit gefunden hat, ist eine demokratische Entscheidung des Rates, die wir respektieren.“

Man erwarte nun „ein strukturiertes, transparentes und rechtssicheres Verfahren zur Neubesetzung des Dezernats Kultur und Sport & Sicherheit und Ordnung“. Thunecke: „Jetzt ist entscheidend, dass wir ohne Verzögerung ein geordnetes Auswahlverfahren auf den Weg bringen, um qualifizierte Kandidatinnen und Kandidaten für diese wichtige Position zu finden. Die SPD-Ratsfraktion wird diesen Prozess konstruktiv begleiten.“