Mobilfunk-Messwoche ab Mittwoch Auf der Suche nach den Wuppertaler Funklöchern

Wuppertal · Wie steht es um das Mobilfunknetz in Wuppertal – im Alltag, unterwegs oder draußen in der Natur? Das steht im Mittelpunkt der Mobilfunk-Messwoche vom 24. Juni bis 1. Juli 2026.

Ein Funkmast am Elberfelder Kleeblatt.

Foto: Wuppertaler Rundschau

In diesem Jahr finden die vierte Messwoche landesweit und die zweite bundesweite Messwoche gleichzeitig unter dem Motto „Check dein Netz“ statt. Auch Wuppertal beteiligt sich und ruft die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, selbst aktiv zu werden.

Während der Mobilfunk-Messwoche können Interessierte mit ihrem Smartphone und der kostenfreien App der Bundesnetzagentur „Mobilfunk-Check“ ihr Netz checken – ob auf dem Weg zur Arbeit, bei Fahrradtouren oder kurzen Spaziergänge. Im Hintergrund misst die App automatisch, wie gut das Mobilfunknetz funktioniert. Die Ergebnisse werden anonym gesammelt und in der Funkloch-Karte der Bundesnetzagentur veröffentlicht.

„Je mehr Wuppertalerinnen und Wuppertaler mitmachen, desto genauer wird das Bild der Mobilfunkversorgung in unserer Stadt. Die Daten aus den vergangenen Messwochen haben bereits wichtige Hinweise auf Versorgungslücken geliefert und dazu beigetragen, den Mobilfunkausbau gezielt voranzubringen. Deshalb freue ich mich über jede Teilnahme“, so Dr. Sandra Zeh (Dezernentin für Digitalisierung, Personal und Wirtschaft).

In dem vergangenen Jahr sind über die Mobilfunkmesswoche 597.227 Messungen von Bürgerinnen und Bürgern gemeldet worden. 0,1 Prozent der Meldungen ergab kein Netz, 62,4 Prozent zeigten 5G-Netzverbindungen.

„Insgesamt zeigen diese Ergebnisse der Mobilfunkmesswoche, dass in Wuppertal 5G größtenteils vorhanden ist, was ein positives Zeichen für die Mobilfunkversorgung in unserer Region darstellt. Dennoch zeigen diese Daten auch, dass es signifikante Bereiche gibt, in denen in denen die Netzabdeckung unzureichend ist bzw. die lediglich 2G erfassen“, erläutert Nasim Veith-Eichman (Mobilfunkkoordinatorin der Stadt Wuppertal). „Diese Ergebnisse sind entscheidend, um spezifische Standorte zu identifizieren, die dringend verbessert werden müssen. Dank dieser Erkenntnis war es mir nun möglich, mit den einzelnen Anbietern diese Standorte zu adressieren und sie dabei zu unterstützen, diese zu modernisieren oder geeignete Standorte für neue Mobilfunkmasten zu finden.“

Weshalb die Mobilfunk-Messwoche notwendig ist, zeigt der geplante neue Mobilfunkmast für Herbringhausen. „Aktuelle Messungen zeigen, dass in diesem Gebiet teilweise überhaupt kein Netz vorhanden ist. Dank der Messergebnisse konnte der Standort deutlich schneller genehmigt werden, wodurch der Anbieter bestmöglich unterstützt werden konnte, die notwendigen Schritte zur Umsetzung einzuleiten. Daher freut es mich besonders, dass bald ein neuer Funkturm in Herbringhausen aufgestellt wird,“ so Nasim Veith-Eichmann.