Auf dem Weg zur „Fairtrade-Schule“

Berufskolleg Kohlstraße : Auf dem Weg zur „Fairtrade-Schule“

Einmal im Monat widmet sich die Klasse der Ausbildungsvorbereitung am Berufskolleg Kohlstraße einem besonderen Projekt: Gemeinsam mit den Klassenlehrerinnen Marion Haggert und Natalie Braun organisieren die Schülerinnen und Schüler einen Basar, auf dem fair gehandelte Lebensmittel angeboten werden.

Zum Hintergrund erklärt Holger Pönsgen, Pressereferent des Kollegs: „Wir möchten unsere Auszubildenden, ebenso die Mitglieder des Kollegiums wie Besucher, sensibilisieren für faire Produkte, für die die Erzeuger angemessen bezahlt wurden und die darüber hinaus noch sehr gut schmecken.“

Wie gut, das stellte die Klasse jetzt einmal anders unter Beweis. Im Vorfeld des traditionellen Weihnachtsmarktes der Schule wurden alle miteinander in der Küche aktiv: Obstspieße und Plätzchen mit fair gehandelter Schokolade glasieren, fair gehandeltes Orangen-Gelee herstellen, die Schalen abreiben, um sie im Teig für Orangen-Kekse zu verwenden, faire Nüsse mit fairem Zucker veredeln, und, und, und – da war arbeitsintensives Talent gefragt, um die faire Palette zu füllen.

Lohn der Mühe: In Verbindung mit einem fairen Kaffee oder fairem Kakao entwickelten sich diese Produkte auf dem Kolleg-Weihnachtsmarkt zu sehr beliebten Verkaufsschlagern. „Die rege Nachfrage hat uns überrascht und einen Schritt weiter gebracht auf dem Weg, den Titel einer ,Fairtrade-Schule’ tragen zu dürfen“, so Holger Pönsgen. Der Erlös, den die Ausbildungsvorbereitungsklasse mit ihrer engagierten Aktion erzielt hat, stellt sie dem gesamten Berufskolleg zur Verfügung. Fazit: Insgesamt eine rundum faire Sache.

Die Schülerinnen und Schüler waren engagiert bei der Sache. Foto: Marion Haggert

Jede Schule in Deutschland kann sich kostenfrei an der seit 2012 laufenden Kampagne „Fairtrade-Schule“ beteiligen. Um mit dem Titel ausgezeichnet zu werden, gilt es fünf Kriterien zu erfüllen: Gründung eines Schulteams, das Treffen und Aktivitäten zum fairen Handel organisiert / Entwicklung eines „Kompass“, auf dem die entsprechenden Pläne fixiert sind und werden / Verkauf und Verzehr fair gehandelter Produkte zu ermöglichen / Aufnahme des Themas in den Lehrplan und intensive inhaltliche Auseinandersetzung in mindestens zwei unterschiedlichen Fächern. Schulaktionen durchführen, die fairen Handel stärker ins Licht der Öffentlichkeit rücken.

Für weitere Informationen steht die Homepage www.fairtrade-schools.de zur Verfügung.