Briefe von Leserinnen und Lesern „Ein gutes Stück hausgemacht und vermeidbar“

Wuppertal · Betr.: Wuppertaler Straßenverkehrsamt, Leserbrief von Jens Finkenbusch

Symbolbild.

Foto: Rundschau

Die langjährige Situation im Straßenverkehrsamt ist sicherlich für alle Beteiligen – Bürger, Verwaltung und Mitarbeiter – unbefriedigend, aber die Frustration und die Probleme von Herrn Finkenbusch sind ein gutes Stück hausgemacht und vermeidbar, wenn man die Angelegenheit mit modernen Methoden angeht.

Auch ich war letztes Jahr von dem Führerscheinumtausch betroffen. Ich habe mich aber nicht um einen schon damals nur sehr schwer zu bekommenden Termin für das persönliche Vorsprechen bemüht, sondern das Ganze online über das Serviceportal der Stadt erledigt.

Antrag gestellt, Gebühr direkt per Zahlungsdienstleister (Paypal) entrichtet – und das alles vom heimischen Schreibtisch. Der Besuch des Straßenverkehrsamtes beschränkte sich darauf irgendwann außerhalb der Öffnungszeiten den alten Führerschein, Unterschriftsmuster und ein Passbild in den Briefkasten zu werfen – ein einmaliger Umweg zur täglichen Arbeit von wenigen Minuten. Zwei Wochen später kam der neue Führerschein per Post frei nach Hause.

Die Möglichkeiten, Verwaltungsvorgänge online über das städtische Serviceportal von Zuhause aus zu erledigen, sind gerade in Wuppertal sehr umfangreich. Man muss aber auch bereit sein, solche Angebote zu nutzen. Mir persönlich käme es gar nicht in den Sinn, meine Zeit mit persönlichen Behördengängen zu vergeuden, wenn mein Anliegen auch vollständig digital von zuhause zu erledigen möglich ist. Und das ist es im Fall von Herrn Finkenbusch.

Etwas mehr Offenheit moderne Methoden zu nutzen ist sinnvoller, als einen Rant über Probleme zu verfassen, die einfach vermeidbar sind.

Jörg Mortsiefer

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