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: Jetzt doch zugeteert

: Jetzt doch zugeteert

Betr.: Kopfsteinpflaster in der Neuen Friedrichstraße

Es wurde jahrelang in Wuppertals Straßen geschlampt, Straßenlöcher nur notdürftig geflickt, statt nach Tiefbauarbeiten wieder das Original-Pflaster herzustellen. Während andere Städte ihre Innenstadtbereiche pflasterten, teerte Wuppertal sie zu.

Das hat doch einer zu verantworten? Kann man den auch zur Verantwortung ziehen?

So in der Friedrichstraße und in der Weiterführung Neue Friedrichstraße in der Elberfelder Nordstadt: Im Frühjahr wurde ein gut erhaltenes Straßenstück mit großen Pflastersteinen, wertvolle Natursteine, aufgerissen. Auf Nachfrage hieß es, die Steine seien im Bauhof zwischengelagert und eventuelle Überteerung diene nur zum Schutz und werde wieder entfernt.

Jetzt erinnere ich die Stadt daran und bekomme zur Antwort, das sei zu teuer und Rollstuhlfahrer könnten dann nicht mehr auf der Straße fahren. Rollstuhlfahrer gehören nicht auf die Straße, sondern auf den Bürgersteig, und der ist breit genug. Warum dann Innenstädte zupflastern? Die Steine gehören der Straße!

Mein Bürgerantrag wird am 3. Juli vor dem Hauptausschuss verhandelt. Ich habe fünf Minuten Redezeit bekommen. Heute morgen (Montag, 24. Juni) wurde die Straße zugeteert. Ich kann jetzt nur noch erzählen, wie betrogen ich mich fühle.

Ulrike Mös