Großes Schmierentheater

Großes Schmierentheater

Betr.: WSV

Es ist schon unglaublich, wie in kurzer Zeit der Traditionsverein Wuppertaler SV durch eklatante Misswirtschaft und Fehlplanungen zugrunde gerichtet wird. Jetzt, wo alles am Boden liegt, stehlen sich die Vorstandsmitglieder allesamt, bis auf Maria Nitzsche, aus der Verantwortung und treten zurück. Das ist beschämend und mal wieder ein großes Schmierentheater.

Anstatt immer wieder die fehlende Unterstützung der Fans und die mangelnde Bereitschaft von Sponsoren zu beklagen, sich zu engagieren, sollten die Verantwortlichen mal selbstkritisch ihre Arbeit hinterfragen.

Immerhin haben die Fans des Vereins in kürzester Zeit so viel Geld gespendet, dass eine Insolvenz so gerade eben noch abgewendet werden konnte. Die Schuld also bei anderen zu suchen, ist daher völlig fehl am Platze.

Fußball ist ein Mannschaftssport. Zur Mannschaft gehört aber auch der Vorstand, der zum Wohle des Vereins agieren muss. Das ist nicht passiert, sondern er hat dem Verein massiv geschadet. Ich mache mir große Sorgen, wie es weitergehen kann, denn so kommt der WSV nicht wieder auf die Beine.

Artur Bückner

(Rundschau Verlagsgesellschaft)
Mehr von Wuppertaler Rundschau