Schauspiel und Theater in Cronenberg Budde, Braus, Mucke – und?

Wuppertal · Na sowas! Ex-OB Andreas Mucke auf gleich zwei Wuppertaler Theaterbühnen? Eine ungewöhnliche Kooperation von Schauspiel und TiC macht’s möglich.

Dreifach gute Laune: Andreas Mucke, Thomas Braus und Ralf Budde (v.li.) vor dem Theater am Engelsgarten.

Foto: Wuppertaler Rundschau/sts

Zum 40. Geburtstag des Cronenberger Theaters arbeiten die Wuppertaler Bühnen und das TiC erstmals zusammen: Sowohl im Theater am Engelsgarten (ab 2. Oktober) als auch an der Borner Straße (im Januar und Februar 2027) gibt es das Drei-Männer-Stück „Kunst“ der erfolgreichen französischen Schriftstellerin Yasmina Reza zu sehen.

Inszeniert von TiC-Geschäftsführer Ralf Budde als Regisseur, dargestellt von Schauspiel-Intendant Thomas Braus, Andreas Mucke, der schon seit 1987 Mitglied des TiC-Ensembles ist – und einer noch geheimen „Nummer 3“ aus den Reihen des Schauspiels. Der Name wird bei der Bühnen-Spielzeitpräsentation am 29. April im Opernhaus „enthüllt“ werden.

Die Komödie „Kunst“, für die es zwei zum jeweiligen Haus passende Bühnenbilder geben wird, erzählt – ausgelöst durch den 200.000-Euro-Kauf eines modernen weißen Bildes mit weißen Streifen – von den Auseinandersetzungen dreier Freunde angesichts der Frage, was eigentlich Kunst ist. Und warum? Und wie man toleriert, dass es da Positionen gibt, die sich sehr reiben beziehungsweise eine Freundschaft gar an den Rand des Abgrundes bringen können.

Schauspiel-Intendant Thomas Braus, der das TiC schon seit Jahrzehnten kennt, sagt: „Wir ticken beide auf gemeinsame und unterschiedliche Weise. Das ist ganz typisch für das breit aufgestellte kulturelle Wuppertal.“ Und TiC-Mann Ralf Budde findet ein kulinarisches Bild: „Es ist, als ob man dasselbe Essen zweimal isst, und es jeweils anders schmeckt.“

Außerdem freut sich Budde über Thomas Braus‘ Offenheit in Sachen Kooperation: „Ich bin ja auch schon in anderen Städten aktiv gewesen, und kann deshalb sagen: Es ist nicht üblich, dass sich ein Intendant für die freie Szene interessiert.“

Andreas Mucke, der für das Projekt sofort zugesagt hat, ist sicher: „Das wird ein großer Spaß für uns. Und für das Publikum in beiden Häusern bestimmt auch.“ Der frühere Oberbürgermeister und jetzige Circular-Valley-Geschäftsführer spielte zum Beispiel in der beliebten TiC-Produktion „Ziemlich beste Freunde“, die an den französischen Kino-Erfolg anknüpfte, den an den Rollstuhl gefesselten Philippe. Mit sehr guten Kritiken.

Außerdem stand für Mucke und Thomas Braus schon lange fest: „Wir beide müssen mal gemeinsam auf der Bühne stehen.“ Jetzt wird es (endlich) klappen.