An Christi Himmelfahrt Klavierfestival Ruhr kooperiert mit Von der Heydt-Museum

Wuppertal · „Mit Otto Dix im Von der Heydt-Museum“ – so nennt sich ein Konzert mit Vorträgen des Klavierfestivals Ruhr, das am Donnerstag (14. Mai 2026, Christi Himmelfahrt) ab 15 Uhr im Von der Heydt-Museum Wuppertal stattfindet.

Olli Mustonen.

Foto: Laura Malmivaara

Am Nachmittag des Konzertabends kann man Olli Mustonen, finnischer Pianist, Dirigent und Komponist, in einem ungewöhnlichen Setting erleben. Im Museum begibt er sich an der Seite der stellvertretenden Museumsdirektorin Dr. Anna Storm und des Musikwissenschaftlers Prof. Dr. Tobias Bleek auf eine Reise in die jazzbegeisterten 1920er Jahre.

Das Fenster in die Zeit bildet ein Schlüsselwerk der Museumssammlung: „An die Schönheit“ von Otto Dix. Ein eigentümliches Selbstporträt aus dem Jahr 1922, das den jungen Maler inmitten einer illustren Gesellschaft zeigt, die bei näherer Betrachtung eigentümlich grotesk wirkt. Besonders ins Auge springt ein schwarzer Schlagzeuger, der in seiner überzeichneten Darstellung wie eine Karikatur wirkt.

Wer sich dahinter verbirgt, was uns das Gemälde über die Jazzkultur der Weimarer Republik verrät und auf welche Weise es gesellschaftliche Entwicklungen der Zeit messerscharf zusammenfasst, erläutern die beiden 1920er-Jahre-Experten Storm und Bleek im Dialog. Wie der Dix-Freund Erwin Schulhoff und andere junge Komponisten in ihren Klavierwerken auf das Jazzfieber Bezug nahmen und Brücken zur bildenden Kunst bauten, führt Olli Mustonen eindrucksvoll vor Ohren.

Um 19 Uhr folgt dann das Konzert von Mustonen in der Historischen Stadthalle. Dann spielt er mit dem finnischen Streichquartett „Meta 4“ Werke von Prokofjew, Mustonen und Dvorak. Nähere Infos gibt es unter klavierfestival.de