Mit ironisch-konzeptuellem Ansatz setzt der 1966 geborene Lowisch die Bedeutung de klassischen Materials Marmor in zeitgenössischen Kontext. Zur Ausstellung erscheint ein Bastelbogen – das Selbstportrait des Künstlers – zum Selberbasteln oder Selberrahmen in 50er Auflage, nummeriert und signiert, zum Preis von zehn Euro.
Eckehard Lowischs Werke bewegen sich an der Schnittstelle von traditioneller Materialästhetik und kritischer Gegenwartskunst. Er begreift den künstlerischen Prozess dabei als Auseinandersetzung mit Zeit, Arbeit und Autorschaft. Körperliche Anstrengung, Dauer und die Irreversibilität des Eingriffs setzt er bewusst in einen Kontrast zu den beschleunigten Produktionsformen der Gegenwart.
Ein prägnanter Aspekt seiner Arbeit ist die Übertragung urbaner Codes: Graffitiartige Zeichen werden in das dauerhafte Material Marmor eingeschrieben und konserviert. Die flüchtige Geste des Notiznehmens verwandelt sich in eine archaische Form der Gravur – das Flüchtige wird zum bleibenden Zeichen.
Von Eckehard Lowisch gibt es in Wuppertal beispielsweise das „5Nischenprojekt“: Auf dem Vorplatz des Vohwinkeler Bahnhofs an der Bahnstraße befinden sich in fünf Wandnischen fünf große unterschiedliche Mamor-Skulpturen. Sie stehen dort seit 2015 – und gehören zur Sammlung des Von der Heydt-Museums.
Die Ausstellung [block buster] in der Galerie Kunstkomplex, zu deren Eröffnung der frühere Wuppertaler Kulturdezernent Matthias Nocke spricht, läuft bis zum 18. Juni 2026.
Alle Informationen sind zu finden auf www.kunstkomplex.net