Der renommierte Bandoneonist Lothar Hensel aus Berlin und die Mettmanner Pianistin Elena Zakharevitch übernehmen die Instrumentalparts.
Als in Buenos Aires der Tango im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts entstand, hatte Johannes Brahms gerade die Walzerstadt Wien kennengelernt. Dorthin entführt er das Publikum mit seinen Liebeslieder-Walzern. Obwohl der Gesangspart nur für ein Solistenensemble vorgesehen war, lobte später Brahms selbst eine chorische Aufführung als „musterhaft”. Der Kammerchor Elberfeld geht einen Schritt weiter und überlässt den zweiten Klavierpart dem Bandoneon, um den Einfluss des Walzers auf den Tango zu unterstreichen.
Einer der bedeutendsten Tangomusiker und -komponisten war der gebürtige Franzose Carlos Gardel, der mit drei Jahren nach Argentinien kam und bereits zu Lebzeiten als „Vater des argentinischen Tangos“ verehrt wurde. Sechs seiner Tangos hat der Bandoneonist Lothar Hensel, der schon mit den Berliner Philharmonikern musizierte, für gemischten Chor und Bandoneon bearbeitet. Mit dem Kammerchor Elberfeld erleben seine Arrangements ihre Weltpremiere.
Ergänzt wird das Programm durch drei Walzer für Klavier von Franz Schubert, Ernst Tochs „Valse“ für Sprechchor und „Con el cielo en las manos“ von Astor Piazolla für Bandoneon.