Film-Europapremiere im Schauspielhaus „RONA“ bringt Johannesburg nach Wuppertal

Wuppertal · „RONA“ ist mehr als ein Film: Es ist eine kollektive Erfahrung. Zwischen Alltag, Tanz, Musik und Community Work entfaltet sich ein vielstimmiges Porträt der südafrikanischen Stadt Johannesburgs – roh, poetisch und unmittelbar.

Noch viel mehr Menschen als diese waren am südafrikanischen Film-Projekt "RONA", das die Großstadt Johannesburg auf ganz ungewöhnliche Weise zeigt, beteiligt.

Foto: deufert&plischke

Erstmals in Europa zu sehen ist „RONA“ (bei freiem Eintritt) am Donnerstag (9. April 2026) von 19:30 bis 20:30 Uhr im ehemaligen Schauspielhaus, dem zukünftigen Pina-Bausch-Zentrum. Anschließend gibt es ein Gespräch mit den Künstlerinnen und Künstlern, zu dem Gaby Saranouffi und Moeketsi Koena, die am Projekt „RONA“ beteiligt sind, aus Südafrika via Zoom zugeschaltet sein werden.

Entstanden im Rahmen des Community-Performanceprojekts „Ballroom Bliss“, das bereits 2025 im zukünftigen Pina-Bausch-Zentrum zu sehen war, bringt der Film Stimmen in den Mittelpunkt, die allzu oft überhört werden: Frauen und Kinder, die im Spannungsfeld von Armut und Gewalt ihren eigenen Ausdruck finden.

Gedreht wurde an drei sehr unterschiedlichen Orten der Stadt Johannesburg. Mehr als 40 lokale Beteiligte haben an diesem Film mitgewirkt, der aus einer intensiven Zusammenarbeit vor Ort hervorgegangen ist – und in deren Verlauf sich auch das Johannesburg-Wuppertaler „Ronacollective“ gegründet hat.

„RONA“ lädt dazu ein, Johannesburg aus einer Perspektive zu erleben, die im Alltag oft unsichtbar bleibt – und stellt zugleich die Frage, welche Rolle zeitgenössische Kunst im Dialog mit kulturellen Traditionen und den Widerständen des Lebens spielen kann.

Der Film dauert 50 Minuten und läuft in verschiedenen Sprachen mit englischen Untertiteln. Mehr Informationen gibt es auf under-construction-wuppertal.de