Wuppertaler Schauspielhaus Von der Sehnsucht – und vom Fließen

Wuppertal · Für „The Silent Waltz of the Many“ hat sich das Schauspielhaus in einen besonderen Ort verwandelt. Die große Choreographie von Francesco Vecchione sorgte für eine Flut von Bildern, Klängen, Bewegungen. Schade: Das lief nur zweimal.

Viele körperliche Szenen: „The Silent Waltz of the Many“.

Foto: Ralf Silberkuhl

Es beginnt schon ganz anders: In den Vorräumen des Schauspielhauses sorgen fremdländische Live-Musik, Tanzerinnen in den Atrien, eine afrikanische Modenschau von Babu Noella, Action-Painting von Bianca Baierl und eine auf verstreuter Erde laufende Performance eines Liebespaares für andere Blicke, andere Geh-Richtungen, andere Eindrücke.

Das eigentliche Stück „The Silent Waltz of the Many“ entstand zusammen mit ganz vielen, ganz unterschiedlichen und ganz verschieden alten Menschen aus Wuppertal. Kaum jemand davon ist ein Profi. Maria Anzivino und Antonio Tello aus Italien, um die alle kreist, allerdings schon. Was die beiden zeigen, ist durchaus einer Pina Bausch würdig.

Die große Gruppe, die sehr exakt harmoniert, fließt wie Wasser, wogt wie Wellen, kommt und geht – das Auge kann sich nicht sattsehen angesichts all der Details. Und im Hintergrund malt der Wuppertaler Künstler Maurycy live. Überall entsteht etwas.

Wovon erzählt „The Silent Waltz of the Many“? Von der Sehnsucht. Ein erstaunlicher Abend.