Biennale-Lesung auf der „Insel“ Um Literatur und das Schweigen ...

Wuppertal · ... geht es am Sonntag (10. Mai 2026) im Rahmen der Wuppertaler Literatur-Biennale um 19.30 Uhr auf der „Insel“ an der Wiesenstraße 6.

Die Autorin Jehona Kicaj stammt aus dem Kosovo und wuchs als Kind geflüchteter Eltern in Göttingen auf.

Foto: Philipp Roth

Zu Gast ist die 1991 im Kosovo geborene Autorin Jehona Kicaj mit ihrem Debütroman „ë“. Der Abend mit dem Titel „Ich komme von einem Ort, der verwüstet worden ist“ dreht sich um die noch heute spürbaren (seelischen) Spuren des in Deutschland weitgehend vergessenen Kosovo-Krieges von 1998 und 1999.

Der titelgebende Buchstabe „ë“ wird zum Bedeutungsträger: Im Albanischen bleibt er am Wortende stumm und prägt dennoch den Klang. Er steht für das, was nicht gesagt werden kann und doch fortwirkt. Eine Vergangenheit, die sich in Erinnerung und Körper eingeschrieben hat. Der Roman „ë“ stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2025.

Über Möglichkeiten der Literatur, diesem Schweigen eine Form zu geben, sprechen Jehona Kicaj und Birte Fritsch vom Literatur-Biennale-Team.

Der Eintritt kostet zehn, ermäßigt sechs Euro. Alle Informationen zur Literatur-Biennale gibt es auf www.wlbiennale.de