Bei der Oper steht ein Thema im Mittelpunkt, das Menschen seit jeher prägt und herausfordert: Macht – ihre Mechanismen, ihre Verlockungen und ihre Konsequenzen. Das Programm beginnt am 31. Oktober mit „Otello“ von Verdi.
Es folgen der beliebte Klassiker „Die Fledermaus“ von Johann Strauss, die selten gespielte Komposition „Die Prinzessin auf der Erbse“ von Ernst Toch sowie zwei Werke von Komponistinnen: „Prism“ von Ellen Reid und die europäische Erstaufführung von Sarah Ellis Taylors „These Girls Have Demons“. Den Schlusspunkt der Opernspielzeit setzt George Bizets unsterblicher Klassiker „Carmen“, der am 25. April 2027 Premiere haben wird.
Das Theater als den Ort erfahrbar zu machen, wo sich Schein und Sein begegnen – darum geht es dem Wuppertaler Schauspiel. Der Startschuss fällt am 19. September mit Michael Endes Familienstück „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“. Das weitere Programm setzt viele abwechslungsreiche Akzente: „Kunst“ von Yasmina Reza ist eine Kooperation mit dem TiC – dabei steht Ex-OB Andreas Mucke auf der Bühne.
Weiter geht’s mit Shakespeares Verwirrspiel „Was ihr wollt“ sowie mit der Uraufführung von „Malina“ nach dem gleichnamigen, komplexen Roman von Ingeborg Bachmann, die jetzt 100 Jahre alt geworden wäre.
Es folgen Maria Milisavljevics preisgekröntes Stück „Staubfrau“, die seit zwölf Jahren durchgängig im Londoner West End laufende Komödie „Dieses Stück geht schief – The Play That Goes Wrong“ und die deutschsprachige Erstaufführung von „Tief im schwarzen Wald“ aus der Feder von Literaturnobelpreisträger Jon Fosse. Den Theater-Spielzeitschluss markiert mit der Premiere am 25. Juni 2027 ein Klassiker eines Klassikers: „Andorra“ von Max Frisch.
An Vielschichtigkeit steht all dem das Programm des Sinfonieorchesters nicht nach: Beliebte und populäre Werke erklingen ebenso wie unbekannte und solche, die in Wuppertal noch nie oder schon lange nicht mehr aufgeführt wurden. Der stilistische Radius reicht von der Klassik bis in die Gegenwart. Die Chorkonzerte werden in der kommenden Spielzeit in die Reihe der dann zwölf Sinfoniekonzerte integriert.
International gefragte Gäste stehen am Pult – und auch „Ehrengastdirigent“ Carl St. Clair sowie Ex-Generalmusikdirektorin Julia Jones kommen in die Stadthalle. Weit gespannt auch die Namensvielfalt der Musik-Schöpfer – beispielsweise Beethoven, Tschaikowski, Edward Elgar, Ralph Vaughan Williams, Ravel, Debussy, Mahler. Und als „Entdeckungen“ die Komponistinnen Emilie Mayer und Andrea Tarrodi.
Übrigens: Sowohl in der Oper als auch im Schauspiel laufen viele Erfolge der jüngsten Vergangenheit wieder beziehungsweise weiter. Es lohnt sich stets, auf www.wuppertaler-buehnen.de nachzuschauen, um immer auf dem Laufenden zu sein.
Karten & Co. gibt’s bereits jetzt am Kirchplatz 1: Die dortige, frühere „KulturKarte“ heißt nun (ganz klassisch) Theater- und Konzertkasse. Die Abo- und Ticket-Hotline hat die Nummer 0202 / 563-7666 – oder [email protected] per Mail.