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"Lulu", "Tosca" und mehr

"Lulu", "Tosca" und mehr

Toshiyuki Kamioka, scheidender Opernintendant und Generalmusikdirektor, präsentiert fünf Premieren und zwei Wiederaufnahmen im Musiktheater.

Ein Hauch von Abschied lag in der Luft, als Toshiyuki Kamioka zu seiner letzten Pressekonferenz in die Historische Stadthalle bat, wo er zusammen mit seinem Stellvertreter Joachim Arnold das Programm der kommenden Spielzeit in der Oper vorstellte.

Und so war es auch nicht weiter verwunderlich, dass Oberbürgermeister Peter Jung die Gelegenheit nutzte, um sich bei Kamioka für die geleistete Arbeit zu bedanken — und die hohe Qualität der von ihm verpflichteten Künstler zu loben. "Wir werden Ihnen auf jeden Fall einen glanzvollen Abschied bereiten und hoffen, Sie bald als Gast wieder begrüßen zu dürfen", so die Worte des Oberbürgermeisters.

"Auch in meiner letzten Spielzeit in Wuppertal möchte ich weiterhin hohe Qualität bieten, jede Vorstellung soll etwas Besonderes sein", verspricht der scheidende Intendant, der die Spielzeit in der Oper am 16. Oktober mit Puccinis "Madame Butterfly" eröffnet. Gleich 22 Vorstellungen im Dezember und Januar hat das japanische Musik-Genie für das bekannte Musical "Westside Story" von Leonard Bernstein reserviert, bevor es im Februar mit Tschaikowskijs "Eugen Onegin" weitergeht.

Auch an die kleinen Fans des Musiktheaters hat Toshiyuki Kamioka übrigen gedacht: Deswegen wird am 11. März 2016 die Kinderoper "Der Goldmacher" zur Uraufführung kommen. Schöpfer der Auftragskomposition ist Ralf Soiron, bei den Wuppertaler Bühnen als Hausrepetitor bestens bekannt.

Mit der Aufnahme von Alban Bergs Oper "Lulu" in den Spielplan geht ein sehr persönlicher Wunsch von Toshiyuki Kamioka in Erfüllung. Mit diesem Werk, das viermal im Opernhaus zu sehen sein wird, verabschiedet sich der Japaner von seinem Wuppertaler Publikum.

Bachs "Johannespassion" sowie Puccinis Oper "Tosca" kommen als Wiederaufnahmen erneut in den Spielplan.