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Das Comeback der „Türme“ in Wuppertal steht bevor

Kultur : Das Comeback der „Türme“

Zum ersten Mal seit 2011, dem Geburtsjahr der gleichnamigen Literaturperformance von Olaf Reitz und Andy Dino Iussa, blieben „Die Türme“ im Mai stumm. Jetzt sollen zumindest zwei von ihnen doch noch „sprechen“.

Die Mischung aus Theater, Literatur, Musik und Performance ist einzigartig im Land: Etwa 40 Minuten lang können Besucher bei Olivenbrot und Wein der Kunst-Aktion lauschen: Im einsetzenden Sonnenuntergang wird der Kirchturm illuminiert. Der Schauspieler spricht den Turm an. Dieser antwortet mit seiner Stimme aus dem Glockenturm. Das Gespräch zwischen Mensch (Olaf Reitz) und Turm kommentieren mit Mickey Neher und Martin Zobel wie gewohnt zwei famose Musikanten. Die Textcollage (Andy Dino Iussa) speist sich aus Werkfragmenten von Dramatikern und Lyrikern von Shakespeare über Goethe bis zu Heiner Müller, René Pollesch oder Falk Richter.

Nach „Woanders“ (2018“) und „Wut zu Schönheit“ (2019) lautet dieses Jahr das Motto „Pfahlbauten für morgen“. Entlehnt ist dieser Titel aus einem Gedicht von Fabio Pusterlai. „Die Türme“ wollen spitzfindig, witzig und philosophisch bleiben und eher Fragen stellen als Antworten geben. Das sehr unterhaltsam. Umsonst und draußen. Das Ganze ist ein Projekt in Kooperation mit der Ev. City-Kirche Elberfeld, St. Antonius & Herz Jesu, unterstützt vom Kath. Bildungswerk, dem Kulturbüro der Stadt Wuppertal, der Jackstädt-Stiftung und der Stadtsparkasse Wuppertal.