"What's new, what's zu" funktioniert total un-digital

Aus dem Tagebuch der Redaktion : Rubrik „What’s new“ - total un-digital

Unsere Gastronomie-Rubrik „What’s new, what’s zu?“ ist sehr beliebt. Aber wie kommt das alles eigentlich alle ein bis zwei Monate zustande? Sagen wir es mal so: Im Gegensatz zum Normal-Alltag eines Journalisten im 21. Jahrhundert, der sich größtenteils im beziehungsweise mit Hilfe des Internet abspielt, funktioniert „What’s new?“ fast ausschließlich „in echt“.

Das ganze Rundschau-Team hat auf seinen beruflichen und privaten Wegen immer die Augen offen, alle unsere Familienmitglieder, Freunde und Bekannten mittlerweile gleichermaßen – und zahlreiche Leser mailen uns Neuigkeiten aus der Gastro-Szene, oder sie rufen einfach an.

Stellvertretend für all diese Leser bedanke ich mich hier bei Erika Osenberg aus Vohwinkel, die trotz hohen Alters „ihren“ Stadtteil immer noch genau im Blick hat: Ohne sie hätten wir nicht erfahren, dass das italienische „Vecchia Roma“ (im „Alten Kaiser“) offenbar zugemacht hat. Da wollte ich natürlich wissen, was es damit auf sich hat. Ins Netz geschaut: Nichts Aktuelles zu finden. Anruf: erfolglos. Also bleibt nur: Ins Auto, hinfahren und selbst nachschauen. Das übrigens ist bei ganz vielen Gastro-News, die wir Ihnen präsentieren, der einzige Info-Weg, um sie „abdruckfest“ zu machen: Selbst nachsehen. Das war auch bei der „Elfriedenhöhe“ so, als meine Vor-Ort-Recherche mich tief nach Nächstebreck führte.

Es hört sich heute vielleicht „ausgestorben“ an, aber wenn es um das Thema Gastronomie geht, läuft (fast) nichts mit Arbeit vom Bildschirm aus. Das Netz, Facebook und all das andere „Social“-Tralala sind voll von Homepages, Speisekarten und Bewertungs-Bla-Bla – über zahllose Restaurants, die es längst (oder seit gerade eben) nicht mehr gibt. Würde man sich darauf verlassen, hätte man jede Menge Enten im Blatt. Aber keine essbaren.

Dass man sich um News in Sachen Restaurants & Co. „in echt“ kümmern muss, finde ich selbstverständlich. Für mich persönlich ist Gastronomie eines der letzten Nicht-Digital-Paradiese im Alltag: In echten Restaurants kochen echte Köche echtes Essen für echte Gäste, denen echte Kellner die Speisen an echte Tische bringen. Im Idealfall haben diese Gäste einen Abend lang echt viel Spaß – und sich untereinander echt viel zu erzählen. Total un-digital.

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