Auszeichnung Bethesda mit innovativer Bluthochdrucktherapie

Wuppertal · Das Agaplesion Bethesda Krankenhaus Wuppertal bietet für die Einstellung des Bluthochdrucks ein alternatives minimalinvasives Verfahren an – die Renale Denervation, kurz RDN genannt. Jetzt wurde das Bethesda von der renommierten Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, der Deutschen Hochdruckliga und der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie als Renales Denervationszentrum zertifiziert.

 Dr. med. Roger Gerke (Leiter Invasive Kardiologie im Neurokardiovaskulären Zentrum) führt im Herzkatheterlabor die Renale Denervation durch.

Dr. med. Roger Gerke (Leiter Invasive Kardiologie im Neurokardiovaskulären Zentrum) führt im Herzkatheterlabor die Renale Denervation durch.

Foto: Bethesda/Anne Wirtz

Mit dieser Anerkennung ist das Bethesda eines der wenigen bundesweit und das erste Krankenhaus im Bergischen Land, das diese Auszeichnung erhält. Bluthochdruck (Hypertonie) ist eine Volkskrankheit. Fast jede dritte Bundesbürgerin bzw. Jeder dritte Bundesbürger leidet unter der Erkrankung, die als Hauptrisikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gilt. So gehen etwa die Hälfte aller Schlaganfälle und Herzinfarkte auf das Konto des erhöhten Blutdrucks. Dem Ziel einer guten Blutdruckeinstellung kommt somit eine wesentliche Bedeutung zu.

„Die Zertifizierung als Renales Denervationszentrum hat einen echten Mehrwert für die Gesundheit der Wuppertaler Bevölkerung und der Menschen in der Region“, erklärt Geschäftsführer Norman Westphal. „Mein großer Dank geht an das gesamte Team rund um Dr. Roger Gerke, Leiter der Invasiven Kardiologie im Neurokardiovaskulären Zentrum, das damit endlich die Früchte seiner hervorragenden Arbeit der letzten Jahre ernten konnte.“

Durch einen speziellen Katheter, der über die Leiste eingeführt und bis in die Nierenarterien vorgeschoben wird, werden dabei die überaktiven Nervenstränge rund um die Nierenarterien mittels Radiofrequenz-Energie verödet und somit selektiv deaktiviert. Das kann zu einer verringerten Bildung von blutdrucksteigernden Hormonen führen, was bei vielen Patient:innen eine Senkung des Bluthochdrucks ergeben kann. Gelingt eine ausreichende Blutdruckreduktion, kann eventuell auf einen Teil der bisher eingenommenen Medikamente nach Absprache mit der behandelnden Ärztin bzw. Dem behandelnden Arzt verzichtet werden.

„Primäres Ziel der Renalen Denervation ist eine gute Einstellung des Bluthochdrucks und damit die Minderung der Risiken für Folgeerkrankungen“, erläutert Dr. med. Roger Gerke. „Vorangegangene Studien belegen, dass durch die Senkung des Blutdruckes um etwa 10 mmHg (Millimeter-Quecksilbersäule) sich das Schlaganfallrisiko um fast 40 Prozent senken lässt.“

Die Renale Denervation, auch Nierenarteriendenervation, ist vor allem für Patientinnen und Patienten interessant, die trotz Lebensstiländerung und der bloßen Einnahme oder Unverträglichkeit von Medikamenten gefährlich hohe Blutdruckwerte haben.

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