Wanderausstellung „Weil Demenz uns berührt – auch in Wuppertal“

Wuppertal · Der stadtweit organisierte „Runde Tisch Demenz und Depression“ lädt zu einer Wanderausstellung in die Räume der Sparkassen-Filialen in Wuppertal ein. Es ist ein Zusammenschluss von Trägern der Pflege, Altenhilfe, Gerontopsychiatrie und des Gesundheitswesens.

Symbolbild.

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Foto: Gerd Altmann

In Kooperation mit der Stadtsparkasse werden ab September sechs Motive im DIN A 1-Format zu sehen sein, die das Thema „Demenz“ in den Fokus setzen. Drei Motive der Fotografin Bettina Osswald zeigen Frauen mit einem lokalen Bezug zu Wuppertal, die nach ihren Wünschen im Falle einer Demenzerkrankung gefragt wurden. Drei weitere Plakate geben konkrete Informationen zu der Erkrankung, sie beinhalten das Thema „Demenz geht uns alle an“ und geben Tipps zu einer gelingenden Kommunikation mit Menschen mit Demenz, sowie zu Warnsignalen des Krankheitsbildes.

Die Ausstellung wandert durch Filialen der Stadtsparkasse und bleibt dort jeweils drei Wochen, den Start macht die Sparkassenfiliale in Barmen am Rolingswerth 2. Hier ist die Ausstellung vom 11. bis zum 29. September 2023 zu sehen. Als zweite Station ist die Filiale in Vohwinkel (Vohwinkeler Straße 13 vom 2. bis zum 20. Oktober). Weitere Termine und eine begleitende Veranstaltung im Facharztzentrum am Agaplesion Bethesda Krankenhaus folgen.

Die Ausstellung verfolgt mehrere Ziele. Eine Auseinandersetzung mit dem Thema wird angeregt und auf die Wichtigkeit der Selbstbestimmung des Menschen auch in Krankheit hingewiesen. Darüber hinaus ist es den Mitgliedern des Runden Tisches ein Anliegen, auf lokale Unterstützungsmöglichkeiten hinzuweisen. Diese werden in Form von Handzetteln vor Ort zum Mitnehmen ausliegen, außerdem werden Vertreterinnen und Vertreter des Runden Tisches, die als soziale Träger in den jeweiligen Stadtteilen verortet sind, in unregelmäßigen Abständen als Ansprechpartner vor Ort sein.

Der Start der Ausstellung im September ist bewusst gewählt: Am 21. September findet jedes Jahr der „Weltalzheimertag“ statt, der auf die steigende Anzahl von 55,2 Millionen (2022) Menschen mit Demenz weltweit aufmerksam macht.

Sozialdezernent Dr. Stefan Kühn: „In unserer Stadt leben rund 8.000 Menschen mit einer dementiellen Erkrankung. Dieses verändert nicht nur den Alltag der Betroffenen, es hat auch gravierende Auswirkungen für die ganze Familie, die Freundeskreise und die Nachbarschaften. Demenz ist daher ein Thema für viele zehntausend Menschen in Wuppertal. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, das Thema zu enttabuisieren und über Hilfen und Angebote für die Betroffenen und deren Umfeld zu informieren – gerade vor dem Hintergrund, dass zwei Drittel der Menschen mit Demenz in den eigenen vier Wänden wohnen und unterstützt werden müssen.“

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