"Hallo, wir sind Kristina und Sarah. Wir werden Altenpflegerinnen."

yolo-Steckbrief: "Hallo, wir sind Kristina und Sarah. Wir werden Altenpflegerinnen."

Kristina (44) und Sarah (19) Hadzic sind Mutter und Tochter und derzeit beide in der Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin im Caritas-Altenzentrum St. Suitbertus. Für yolo, das junge Karriere-Magazin, zeigen sie ihren Joballtag.

So habe ich herausgefunden, was mein Traumjob ist:
Kristina: Nach der Geburt meines letzten Kindes habe ich eine Umschulung zur Altenpflegehelferin gemacht. Ich habe schon immer gerne mit Menschen gearbeitet und fühle mich bei hilfsbedürftigen Menschen besonders angesprochen.
Sarah: Ich möchte einen Beruf erlernen, in dem ich Menschen helfe. Nach einem zweiwöchigen Schulpraktikum im St. Suitbertus habe ich mich entschieden, dort auch meine Ausbildung zu machen.

Sarah und Kristina waren auch bei Radio Wuppertal zu Besuch. Hier geht' s zu ihrem Interview!

Die Anforderungen in meinem Job:
Kristina: Wir unterstützen alte Menschen bei der Körperpflege und Ernährung. Medizinische und therapeutische Aufgaben nach ärztlicher Vorgabe (z.B. Insulin injizieren, Tabletten verabreichen, Kompressionsstrümpfe anziehen) gehören ebenfalls dazu. Außerdem planen und dokumentieren wir Pflegemaßnahmen. Wir dienen als Ansprechpartner für Angehörige, Ärzte und Therapeuten.

Ein typischer Tag:
Sarah: Die Übergabe von der Nachtwache findet um 6.15 Uhr statt. Das ganze Team der Frühschicht bekommt die Informationen vom Vorabend und der Nacht um 6.45 U hr mitgeteilt. Um 7 Uhr fangen wir an. Jeder von uns bekommt eine Gruppe on sieben bis acht Bewohnern, die wir an diesem Morgen versorgen. Nach der Grundpflege begleiten wir sie zum Frühstück. Gegen 11 Uhr haben wir eine halbe Stunde Pause. Um 11.30 Uhr geht es weiter mit dem Lagern der bettlägerigen Bewohner, Toilettengängen und der Verteilung der Mittagsmedikation. Um 12 Uhr gibt es Mittagessen. Nach dem Essen werden die Bewohner auf Wunsch zum Mittagsschlaf hingelegt. Um 14 Uhr werden sie dann zum Kaffee und Kuchen wieder in die Aufenthaltsbereiche begleitet. Unsere Frühschicht endet um 14.15 Uhr.

Deshalb macht mein Job Spaß:
Kristina: Wir lachen viel mit unseren Bewohnern. Wir sind wie eine Familie, man unterhält sich über Privates mit ihnen und es tut uns, wie den Bewohnern, sehr gut, wenn man eine Umarmung bekommt. Es freut mich, dass sie sich bei uns wohl fühlen.
Sarah: Es stehen immer neue Aufgaben und Herausforderungen an. Außerdem freut es mich, wenn ich die Bewohner durch meine Arbeit glücklich und zufrieden sehe.

Perspektiven nach der Ausbildung:
Kristina und Sarah: Es besteht eine Vielzahl an Fort- und Weiterbildungen wie Praxisanleitung, Hygienefachkraft, Gerontopsychiatrische Fachkraft bis hin zur Leitung eines Wohnbereichs, einer stationären Einrichtung oder eines ambulanten Pflegedienstes.

Mein Tipp für das Vorstellungsgespräch:
Kristina und Sarah: Man sollte eine offene und freundliche Art haben und Vorerfahrung oder einige Kenntnisse mitbringen. Außerdem sollte man keine Berührungsängste und kein Schamgefühl gegenüber anderen Personen haben.

Da sehe ich mich in zehn Jahren:
Kristina: In zehn Jahren sehe ich mich als erfahrene Altenpflegerin, die immer noch mit viel Herz und Spaß den Bewohnern hilft. Ich hoffe auch vielen Auszubildenden etwas beibringen zu können.
Sarah: Ich würde dann gerne als erfahrene examinierte Altenpflegerin im palliativen Bereich arbeiten. Außerdem möchte ich ein Studium absolvieren und als Dozentin zukünftige Altenpfleger unterrichten.

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