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Was ist TOP an Wuppertal, Bettina Milz?

Pina-Bausch-Zentrum : Was ist TOP an Wuppertal?

Darf ich mich vorstellen – Bettina Milz, Neuwuppertalerin seit 2022. Der Anlass? Die Vorbereitung des neuen Pina-Bausch-Zentrums. Aber schon seitmeinem ersten Besuch beim Tanztheater Wuppertal Pina Bausch um das Jahr 1980 und dem Meisterwerk „Arien“ Wuppertal-Begeisterte!

Kein anderes Stück – und ich habe viele gesehen – hat sich so in meinem Gedächtnis eingetanzt: Eine komplette Bühne unter Wasser, die unglaubliche, mit diesem Widerstand ringende Tanzkunst und als Ensemblemitglied ein lebensgroßes Nilpferd. Wo gibt es das auf der Welt?

WupperWUNDERTAL hat ein enormes Potenzial, es ist ein Ort der Möglichkeiten, der Freiräume, ein Rohdiamant, so geht ganz aktuell ein Raunen durch die Republik. Künstlerinnen und Künstler ziehen hierher, Familien. Sie entdecken die Schönheit – klar, das liegt auch am Raummangel in den Metropolen. Eine Stadt mit einer fantastischen Kunst- und Kulturlandschaft. Haben Sie schon aktuell die Meisterwerke der Skulptur des Von der Heydt-Museums im Skulpturenpark von Tony Cragg gesehen? Mit Giacometti, Arp, Degas, Rodin, Chadwik, Kollwitz, Barlach und anderen – mein Favorit die „Gottesanbeterin“ von Germaine Richier.

  • Jonas Kozinowski (li.) bei Dreharbeiten für
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  • Jana Rokitta im Central-Park.
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  • Uwe Dresen am Treppenaufgang.
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Das „German Manchester“ steht exemplarisch für die Transformation unserer Lebens- und Arbeitswelt, mit allen Möglichkeiten und Herausforderungen. Es ist ein Ort der Bewegung, im Tanz, in der Kunst, der Musik, der Migration, der Mobilität, der Nachhaltigkeit, im Grün der Landschaft und dem Fließen der Wupper. Fluxus, Pina Bausch und das Tanztheater, Freejazz, spannende Filme, Utopiastadt und freie Initiativen, das Aspirin, lebensrettende Membranen, Medizin und Chemie, mediale Echtzeitübertragungen, Werkzeuge, die Raufasertapete und der Thermomix kommen aus Wuppertal, der Solar Decathlon, Circular Valley und das Wuppertal Institut. Ein Ort der Erfindungen, des Neuen! Und es sind immer Menschen, die hinter dem Neuen stehen, dem Mut zum Aufbruch. Mit viel bürgerschaftlichem Engagement für ihre Stadt. 15 Weltmarktführerinnen und Weltmarktführer gibt es aktuell.

Dazu soll nun eine neue Kunst- und Kultureinrichtung für das 21. Jahrhundert, ein Ort für die Welt und alle Wuppertalerinnen und Wuppertaler in ihrer internationalen Vielfalt kommen: das Pina-Bausch-Zentrum. Damit wird eine künstlerische Heimat für das Ensemble mit Weltengeltung geschaffen, für das Werk, für den Aufbruch mit Boris Charmatz in die Zukunft und die Arbeit von Salomon Bausch mit der Pina-Bausch-Foundation. Mit „DillerScofidio + Renfro“ hat aktuell eines der führenden internationalen Architekturbüros den ersten Preis des Architekturwettbewerbs gewonnen, auf Platz zwei und drei die renommierten Büros „Hascher Jehle Architekten“ aus Berlin und „Auer Weber Assoziierte“ aus München. Mit Professorin Elisabeth Diller kann eine Frau maßgeblich diesem ersten großen, einer Künstlerin und einem herausragenden Werk der Choreografie gewidmeten Zentrum Raum und Gestalt geben.

Good News aus WUNDERTAL!