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Walden" feiert am Donnerstag Premiere in der Wuppertaler „börse““

Premiere in der „börse“ : Sehnsüchte, Nöte, Wünsche, Kämpfe und Hoffnungen

Nicht ungewollt wie in Corona-Zeiten, sondern sehr bewusst zog H.D. Thoreau vor 170 Jahren in selbst gewählte Isolation. Sein aus dieser Selbsterfahrung resultierendes Buch „Walden“ liefert die Grundlagen zum gleichnamigen Stück, das am Donnerstag (25. Juni 2020) um 19.30 Uhr in der „börse“ (Wolkenburg 100) Premiere feiert. Zusatztermin ist am Freitag (26. Juni) ebenfalls um 19.30 Uhr.

Mit dem Ein-Personen-Stück holt das „Krux Kollektiv“ in Koproduktion mit der „studiobühneköln“ das Aussteiger-Experiment ins Hier und Jetzt. Das Leben im Wald wird auf Sehnsüchte, Nöte, Wünsche, Kämpfe und Hoffnungen abgeschmeckt. Eine collagenhafte Bilderreihe zwischen Theater, Tanz, Video und Musik geht auf Spurensuche nach der Beziehung zwischen Mensch und Natur. Die Freiheit, welche Thoreau im Wald fand, erlebten auch Regisseurin Elsa Weiland und Schauspielerin Amelie Barth bei der Entwicklung des Stücks. „Das gab uns eine große Freiheit auf sinnliche und emotionale Weise an das Thema Klimawandel und an die menschliche Beziehung zur Natur heranzugehen“, erzählt die Regisseurin, die sehr von der moralischen Integrität Thoreaus inspiriert wurde.

Das Stück bietet jedoch noch mehr aktuelle Bezüge: Auch der Corona-Shutdown warf und wirft Menschen auf sich selbst zurück. „Man kommt zur Essenz des Lebens“, weiß Weiland von neuen Chancen, aber auch von dem Identitätsverlust als Künstlerin: „Ich hatte ja quasi Berufsverbot.“ Dass Walden dennoch als eine der ersten freien Produktionen kurz nach Wegfall der Kontakt-beschränkung uraufgeführt wird, ist unter anderem der „börse“ geschuldet. Trotz strenger Hygiene-Auflagen stand das Haus für die Proben zur Verfügung und ist Ort der Premiere. Karten kosten 23 Euro, ermäßigt 12 Euro. Sie sind im Vorverkauf bei www.wuppertal-live.de erhältlich.