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Eine Wohnung voller Kunst in Wuppertal-Unterbarmen

Unterbarmen : Eine Wohnung voller Kunst

Von außen ist es eine kleine, unscheinbare Wohnung in Wuppertal-Unterbarmen. Im Inneren verbirgt sich ein großer, kreativer Schatz: Hier hat sich Hobby-Künstler Siegfried Rochler mit Hunderten selbstgemalten Bildern eine kleine Galerie geschaffen.

Gary Cooper, Pablo Picasso, Marilyn Monroe, Marlene Dietrich und Pina Bausch – all diese Berühmtheiten haben eins gemeinsam: Siegfried Rochler hat sie alle porträtiert. Die Wände der Wohnung des 81-jährigen Seniors sind gesäumt von Bildnissen bekannter Persönlichkeiten, aber auch von Landschaftsbildern und Tiergemälden. Und Wuppertaler Motiven: Die Schwebebahn fehlt selbstverständlich nicht und auch die ehemalige Barmer Bergbahn wurde auf Leinwand verewigt.

Seit Kindheitstagen widmet sich der Wuppertaler der Malerei. Wann er das erste Mal zu Stift, Pinsel und Co. griff? „Das weiß ich nicht mehr genau, aber seitdem ich denken kann zeichne und male ich gerne. Das Interesse daran wurde mir in die Wiege gelegt“, erzählt der Senior. Schon sein Vater, Willy Rochler (1914-1986), war ein bekannter Kunstmaler und widmete sich insbesondere der Darstellung von norddeutschen Motiven. Einige seiner Werke befinden sich in Siegfried Rochlers Besitz und sind auch in seiner Wohnung zu finden. Andere werden im Internet zum Kauf angeboten oder befinden sich bereits im Besitz anderer Kunstfreunde.

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Angetrieben von der Begeisterung für bildende Kunst, studierte Siegfried Rochler an einer Amsterdamer Fernuniversität von 1963 bis 1965 zwar Kunst, übte seine Leidenschaft aber nie beruflich aus. „Ich bin gelernter Kaufmann, aber habe mein ganzes Leben gemalt. Meine Werke habe ich sogar ausgestellt.“ Unter anderem in einer Londoner Galerie, berichtet der rüstige Rentner.

Am liebsten malt Rochler Por­t­raits, Landschaften und Tiermotive. Ob mit Bleistift, Ölfarbe oder auch mal nur mit Buntstiften – das geht dem Kunstschaffenden alles einfach von der Hand. Aber er gesteht: „Gebäude bekomme ich einfach nicht hin. Die sehen bei mir immer schief aus. Das ist einfach nicht meins.“ Derzeit arbeitet er an einem neuen Bild. Es wird ein Tiermotiv. Zu erkennen sind bereits zwei Pferde. „Da bin ich aber noch dran, das wird noch dauern“, sagt der Senior. Ans aufhören denkt er nicht: „Der Pinsel hält meinen Geist fit. Ich werde so lange malen und zeichnen, wie es nur geht!“