WSV verpflichtet Kraft und Ceylan

Fußball-Regionalliga : WSV verpflichtet Kraft und Ceylan

Der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV hat am Montag (6. Januar 2020) zwei Spieler verpflichtet. Torwart Florian Kraft (21) kommt von der SG Wattenscheid 09, Offensivspieler Ali Ceylan (21) von Fortuna Köln. Vorstandssprecher Alexander Eichner hat sich derweil zu weiteren Transfergerüchten geäußert.

Kraft spielte in der Jugend bei RW Essen und dem VfL Bochum. In der Saison 2018/19 bestritt er eine Partie für den Drittligisten Fortuna Köln, 2019/20 fünf für die dann im Herbst insolventen Wattenscheider. Ceylan kickte zunächst für Viktoria Köln und kurzzeitig für Rot-Weiß Erfurt in der A-Junioren-Bundesliga. Im Sommer 2016 wechselte er zu Fortuna Köln. Dort lief er 15 Mal in der 3. Liga (2017 bis 2019) und neun Mal in der Regionalliga (2019/20) auf.

Sportdirektor Karsten Hutwelker: „Mit Florian bekommen wir einen hochtalentierten, erfolgshungrigen und sehr gut ausgebildeten Torwart. Dies hat er schon bei den Profis des VfL Bochum bewiesen. Mit Ali konnten wir einen dribbelstarken Spieler, der gerne das Eins-gegen-Eins sucht, für uns gewinnen. Ali ist in der Offensive flexibel einsetzbar und hat sein Können auch schon im Profibereich unter Beweis gestellt." Cheftrainer Alexander Voigt: „Bei Florian bin ich froh, dass wir die offene Torwartposition so schnell und qualitativ besetzen konnten. Ich gehe davon aus, dass sich beide Torhüter zu noch besseren Leistungen pushen werden. Zu Ali haben wir schon früh im Dezember den Kontakt gesucht. Er hat direkt erklärt, dass er Lust auf den WSV hat. Diese Einstellung und die Motivation aus den Gesprächen wird uns gut tun." Vorstandssprecher Alexander Eichner: „Diese Zwei sind die ersten Verpflichtungen. Wir halten in diesen Wochen Augen und Ohren nach weiteren Qualitätsspielern offen, die zu uns passen.“

Vor Weihnachten hatten Ersatzkeeper Edin Pepic und der Verein die Zusammenarbeit in gegenseitigem Einvernehmen beendet. Der beim WSV zu Saisonbeginn aussortierte Mittelfeldspieler Meik Kühnel wechselt unterdessen zum Mittelrheinligisten FC Wegberg-Beeck. Neuer finanzieller Transfer-Spielraum entsteht dadurch aber nicht. Der Vertrag war bereits zum 1. September 2019 aufgelöst worden.

WSV-Neuzugang Ali Ceylan. Foto: Jochen Classen

Während die Transfers von Kraft und Ceylan offiziell sind, hat sich Eichner zu anderen kolportierten Namen geäußert: „Wie alle Vereine suchen auch wir im Transferfenster Spieler, die idealerweise finanziell, sportlich und charakterlich zu uns passen. Es bewerben sich Kandidaten, wir suchen Spieler, es werden Gespräche mit eben diesen und deren Beratern geführt - auch bei uns im Stadion oder auf der Geschäftsstelle. Das ist gang und gäbe. Letztlich müssen aber wir eine Entscheidung treffen, bei der es immer Gewinner und Verlierer gibt. Dass in einzelnen Medien Spieler bereits genannt werden, ohne dass ein Jourmalist bei uns gegencheckt, ist nicht die Schuld des WSV. Wenn wir eine Verpflichtung zu verkünden haben, dann wird diese Verpflichtung bei uns öffentlich kommuniziert. Solange das nicht passiert ist, ist der Spieler nicht bei uns. So sollte es in jedem anderen Verein auch funktionieren. Dem Berater der Spieler, der beide in den Artikeln genannten Spieler berät, war klar kommuniziert worden, dass eine Verpflichtung auch den finalen Check passieren und vom Vorstand gegengezeichnet werden muss. Der Berater war über Wochen detailliert über unsere (finanzielle) Situation informiert worden - auch dass eine endgültige Entscheidung von finanziellen und sportlichen Kriterien, sowie Alternativen, noch offen ist. Dem Berater wurde im Nachgang telefonisch abgesagt. Die sportliche Leitung hat sich in beiden Fällen korrekt verhalten. Der WSV wird zu Berichterstattungen dieser Art keine weitere öffentliche Stellungnahme abgeben und sich auf den Abstiegskampf in der Rückrunde konzentrieren. Damit sind wir gut beraten.“

Nach Rundschau-Informationen handelt(e) es bei dem Berater um Benny Lowens, bei den betreffenden Spielern um Maurice Temme und Jasper Löffelsend.