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WSV-Keeper Sebastian Patzler: „Alle freuen sich auf das Finale“​

Fußball-Pokalendspiel am Samstag : WSV-Keeper Patzler: „Alle freuen sich auf das Finale“

Der Wuppertaler SV hatte in der Vergangenheit viele ordentliche bis sehr gute Torhüter. Sebastian Patzler, aktuell Stammkeeper des Fußball-Regionalligisten, ist zweifelsohne einer der besten. Am Samstag (21. Mai 2022) will der 31-Jährige mit seinem Team den Niederrheinpokal gewinnen und damit erneut in den DFB-Pokal einziehen.

Die Zahl ist durchaus beeindruckend. Lediglich 28 Gegentore, zweitbester Wert der Liga hinter Münster (24), kassierte der WSV und damit Patzler in der vergangenen Regionalliga-Saison in den 36 Partien. „Ich bin sehr zufrieden, aber das müssen letztlich andere beurteilen“, sagt er und betont: „Das ist ja nicht nur meine persönliche Leistung, sondern die der gesamten Mannschaft. Ich kann nicht alles halten, sondern bin auf meine Vorderleute angewiesen. Und die haben die entscheidenden Meter gemacht bis hin zum Angriffspressing.“

Vor allem überwiegt die Freude über eine „sehr gute Saison, die wir im Vorfeld so genommen hätten“. Natürlich habe er sich nach den nicht gewonnenen (Münster) oder verlorenen (RWE) Spitzenspielen geärgert, aber das haben die Topclubs nach Punktverlusten eben auch. „Wichtig ist, dass man als Verein und Mannschaft daraus lernt und die richtigen Schlüssen zieht.“ Zudem habe man ja gesehen, wie lange Essen gebraucht habe, um in die 3. Liga zurückzukehren.

 Nach dem Sieg im Pokal-Halbfinale gegen RWE agierte Sebastian Patzler als „Vorsänger“.
Nach dem Sieg im Pokal-Halbfinale gegen RWE agierte Sebastian Patzler als „Vorsänger“. Foto: Dirk Freund

Die richtigen Schlüsse will Patzler auch mit Blick auf seine weitere Karriere ziehen. Dass ihn der WSV gerne halten möchte, ist kein Geheimnis. Die Verhandlungen sind in der Schlussphase. „Die Entscheidung muss gut überlegt sein, weil die Geburt unseres zweiten Kindes bevorsteht“, gibt der Torwart zu bedenken. „Ich weiß, was ich am WSV habe.“ Im Januar 2020 war der gebürtige Berliner ins Bergische Land gewechselt und sofort die unumstrittene Nummer eins, mit ein Garant für den dann souveränen Klassenerhalt.

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Vor dem Urlaub soll nun am Samstag noch der Einzug in den DFB-Pokal gelingen. Wieder in der Duisburger Arena, wieder gegen Straelen. Patzler freut sich darauf, dass es im Gegensatz zum Vorjahr nun keine Corona-bedingte Ticketbeschränkung mehr gibt – und die WSV-Anhängerinnen und Anhänger zu Tausenden anreisen. „Wir haben ja gegen Essen gemerkt, wie sehr wir von den Fans gepusht wurden. Vielleicht hätten wir auch so gewonnen, aber mit einer rot-blauen Einheit im Rücken hat es das einfacher gemacht.“

Dass der WSV als Favorit gilt, ist für Patzler nebensächlich: „Die Duelle gegen Straelen waren meist eng, etwa im Heimspiel oder auch im Finale 2021, als der SVS auch hätte in Führung gehen können. Natürlich ist der Saisonverlauf unterschiedlich, aber das zählt in einem Endspiel nicht. Und Straelen hat ja auch Duisburg geschlagen.“

Doch am Ende soll der Cup wieder nach Wuppertal gehen: „Die Fans, die Mannschaft, der gesamte Verein – alle freuen sich auf das Finale.“ In dem dann möglichst wieder wenig Tore gegen den WSV fallen sollen, so wie im gesamten Saisonverlauf.