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Handball-Bundesliga: 23:26 (10:13) in Melsungen: MT bleibt der Angstgegner des BHC

Handball-Bundesliga: 23:26 (10:13) in Melsungen : MT bleibt der Angstgegner des BHC

In der Handball-Bundesliga musste der Bergische HC am Sonntag (21. Oktober 2018) bei MT Melsungen eine 23:26 (10:13)-Niederlage hinnehmen. Das Spiel in Kassel verfolgten 3.744 Zuschauer. Damit unterlag der BHC auch in der elften Begegnung mit den Nordhessen.

Das Team von Trainer Sebastian Hinze - weiter ohne Daniel Fontaine - begann konzentriert und lag mit 2:0 (4.) und 4:2 (8.) vorn. Melsungen drehte aber das Match und führte nach 13 Minuten mit 6:4. Der BHC hielt dagegen: Kristian Nippes glich zum 7:7 (17.) aus. In der 19. Minute zog Hinze ein Ass aus dem Ärmel: Der lange verletzte Fabian Gutbrod kehrte auf das Feld zurück. Arnor Gunnarsson brachte die Gäste per Siebenmeter wieder in Front - 8:7 (20.).

Erneut konterte Melsungen - auch weil der BHC im Angriff nicht mehr so druckvoll agierte. MT zog auf 11:9 davon, Torwart Christopher Rudeck bewahrte sein Team in dieser Phase vor einem höheren Rückstand. Hinze nahm eine Auszeit, und die zeigte zunächst Wirkung: Gunnarsson verkürzte mit einem weiteren Siebenmeter auf 10:11 (28.). Zwei weitere Treffer brachten den Melsungern zur Pause eine Drei-Tore-Führung ein.

Nach dem Wechsel erwischten die Nordhessen den besseren Start, schnell stand es 15:11 (34.). Hinze wechselte den Keeper und brachte Bastian Rutschmann. Beim BHC machten sich die Belastungen der vergangenen Wochen und das Pokalspiel am Dienstag gegen die Rhein-Neckar Löwen (29:32 nach Verlängerung) nun bemerkbar. Dennoch ließ der Aufsteiger nicht komplett abreißen. Gunnersson gelang das 15:18 (41.).

Doch der BHC kam nicht mehr wirklich heran. Als Linus Arnesson eine Zwei-Minuten-Strafe erhielt und Melsungen auf 21:16 erhöhte, war die Vorentscheidung gefallen (48.). Im Vergleich zu den vergangenen Bundesliga-Jahren brach der BHC, bei dem Jeffrey Boomhouwer an alter Wirkungsstätte keinen guten Tag erwischte, aber in einer solchen Partie nicht ein, Im Gegenteil: Als Bogdan Ciriciotoiu das 22:25 gelang, nahm Melsungen noch einmal sicherheitshalber eine Auszeit. Der BHC hielt die Niederlage in einem erträglichen Rahmen.

Sebastian Hinze (BHC-Trainer): "Wir sind schon enttäuscht, der Knackpunkt war die erste Halbzeit. Melsungen ist noch nicht so gefestigt. Das haben wir nicht ausgenutzt, sondern Simic warm geworfen. Nach der Pause hat die MT ihren Vorsprung dann sehr stabil heruntergespielt."

Heiko Grimm (Trainer MT Melsungen): "Wir sind schwer ins Spiel gekommen, konnten uns dann aber steigern. Jeder Einzelne hat seine Aufgabe erfüllt, wir wollten dem BHC die erste Welle nehmen. Rund war unser Auftritt jedoch nicht, zumal Timm Schneider in der zweiten Halbzeit angeschlagen nicht mehr richtig mitwirken konnte."

Jörg Föste (BHC-Geschäftsführer): "Wir wollen jedes Spiel gewinnen, aber gegen Simic und Kühn haben wir kein Mittel gefunden. Das ließ sich trotz des Kampfgeistes nicht egalisieren."

Axel Geerken (Manager MT Melsungen): "Schön, dass Jeffrey Boomhouwer ein neues Zuhause gefunden hat, wo er sich wohlfühlt. Wir hatten uns entschieden, seinen Vertrag nicht zu verlängern. Das ist im Sport nun mal so. Ich muss einräumen, dass es danach ein paar Differenzen gegeben hat. Die haben wir in der Zwischenzeit jedoch ausgeräumt."

Das nächste Spiel steigt im Düsseldorfer ISS Dome. Dort empfangen die Bergischen mit nun 14:6 Punkten am 1. November 2018 um 19 Uhr die Rhein-Neckar Löwen.

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