Handball-Bundesliga: Sonntag ab 13.30 Uhr: Liveticker: Flensburg - BHC

Handball-Bundesliga: Sonntag ab 13.30 Uhr : Liveticker: Flensburg - BHC

Torwart Christopher Rudeck kehrt am Sonntag (16. Dezember 2018) um 13.30 Uhr mit dem Handball-Bundesligisten Bergischer HC an seine alte Wirkungsstätte zurück — nach Flensburg (Liveticker).

Die Partie in der Flens-Arena? "Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass das für mich nichts Besonderes ist", sagt Christopher Rudeck. Man kann es verstehen. Es ist nicht nur das durchaus interessante Duell des verlustpunktfreien Spitzenreiters (32:0) gegen den starken Aufsteiger aus dem Bergischen Land (Platz sieben, 18:14). Sondern eben auch die (kurzfristige) Rückkehr des 24-Jährigen in die Heimat.

Von 2009 bis 2015 stand Rudeck bei dem norddeutschen Topteam unter Vertrag, in der Saison 2014/15 war er an den dänischen Erstligisten Mors-Thy Håndbold ausgeliehen. "Die Halle ist schon sehr speziell", weiß der Schlussmann. Und überhaupt: "Wenn Flensburg einmal ins Rollen kommt, kann es übel ausgehen. Aber wir wollen die SG ärgern. Das kann klappen, wenn wir stabil und diszipliniert agieren und die Gegenstöße verhindern."

Der BHC kann absolut befreit aufspielen, alles andere als eine Niederlage beim amtierenden Meister und Champions-League-Teilnehmer wäre eine Riesensensation. "Flensburg ist natürlich Favorit", legt sich der Zwei-Meter-Mann fest. Rudeck ist einer der Garanten des beachtlichen BHC-Auftritts in der Saison 2018/ 19. "Wir wussten zwar um unsere Stärke, aber dass es so gut läuft, ist schon überraschend. Wir wollten mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Das alles so funktioniert, darüber freuen wir uns sehr."

Doch — wie hat der BHC auch das eklatante Verletzungspech so gut verkraftet? "Jeder kennt seine Rolle. Wir bekommen kaum Kontertore, die Abwehr funktioniert, im Innenblock haben wir mit Csaba Szücs eine sehr gute Variante. Und auch offensiv klappt es", erklärt Rudeck. Und überhaupt: "Wir haben eine tolle Mannschaft und eine Menge Spaß. Seppel (Trainer Hinze, Anm. der Red.) macht einen Riesenjob." So wie Rudeck, der in der offiziellen Statistik der Handball-Bundesliga nach dem vergangenen Spieltag als fünftbester Keeper geführt wurde — mit Topwerten unter anderem bei den Siebenmetern, den Würfen aus dem Rückraum und beim Tempogegenstoß.

Mit den DHB-Nationalteams gewann er EM-Gold mit der U18 (2012), Bronze bei der WM mit der U19 (2013), Gold bei der EM mit der U20 (2014) und wiederum Bronze bei der U21-WM (2015). "Wir hatten viel Glück mit diesem Jahrgang", erinnert er sich. Mit dabei waren heutige Stars wie Jannik Kohlbacher, Simon Ernst, Paul Drux und Fabian Wiede. Träumt der gebürtige Hamburger, der seine Karriere beim TSV Bargteheide begann, von einer Berufung ins A-Nationalteam? "Auf jeden Fall. Aber erst einmal muss ich weiter Leistung im Training und im Verein zeigen."

Dass Bundestrainer Christian Prokop für die Heim-WM im Januar Andreas Wolff (THW Kiel), Silvio Heinevetter (Füchse Berlin), Dario Quenstedt (SC Magdeburg), Johannes Bitter (TVB 1898 Stuttgart) in den vorläufigen Kader nominiert hat, kann Rudeck absolut nachvollziehen. Und was ist für das deutsche Team drin? "Alles vom WM-Gewinn bis zu einer Enttäuschung. Wichtig ist es, gut ins Turnier zu starten. Wenn dann die Euphorie dazu kommt, kann es bis zum Titel gehen."

Bildet Rudeck (Vertrag bis 20121) momentan noch mit Bastian Rutschmann das Torhütergespann, hat der BHC ab der kommenden Saison den tschechischen Nationaltorhüter Tomas Mrkva von HBW Balingen-Weilstetten (Vertrag bis 2022) verpflichtet. "Ich hoffe, dass die Konstellation passt. Aber da mache ich mir keine Sorgen", sagt Rudeck. "Bisher hat es immer geklappt."

Es ist ohnehin Zukunftsmusik. Die Gegenwart findet am Sonntag in Flensburg statt.

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