Fußball Vor dem Start sind noch viele Fragen beim WSV offen

Wuppertal · Auch kurz vor dem Trainingsstart am Sonntag (28. Juni 2026) hat der künftige Fußball-Oberligist Wuppertaler SV noch keine Spieler des neuen Kaders präsentiert. Dafür gibt es weitere Abgänge.

Trainer Tim Schneider (li.) und Sportvorstand Lennart Strufe.

Foto: Dirk Freund

Mittelfeldspieler Cenk Durgun, der im Januar verpflichtet worden war, zieht es weiter zum Landesligisten DV Solingen. Wo er auf Kevin Rodrigues Pires trifft, der dort Co-Trainer wird – eine Position, die er bereits beim WSV bekleidet hatte. Mittelfeldspieler Salmin Rebronja, der im Sommer 2025 von Türkspor Dortmund an die Hubertsallee gekommen war, kickt dagegen nun in der Hauptstadt für den Nordost-Regionalligisten BFC Dynamo Berlin.

Während der bisherige Chefcoach Mike Wunderlich den WSV verlassen hat (er war zwischenzeitlich gerüchteweise mit dem Trainerstab des 1. FC Kaiserslautern in Verbindung gebracht worden), ist die Zukunft seines Assistenten Adli Lachheb noch offen. Vorstandsmitglied Lennart Strufe hatte angedeutet, dass auch Akteure des bisherigen Regionalliga-Aufgebots bleiben – wenn sie „den neuen Weg mitgehen wollen“. Den Co-Trainer schloss er dabei zumindest nicht aus.

Bekannt war bereits, dass Toshiaki Miyamoto (Kickers Emden), Marko Stojanovic (1. Spielvereinigung Solingen-Wald 03), Levin Müller (TSV Steinbach Haiger), Romeo Kovarszki (Spielvereinigung Velbert), Jeff-Dennis Fehr (VfL Vichttal), Imar Lammaour Sekaki (TuS Ennepetal) und Emil Metz (Apache Athletics, Tyler Junior College, USA) definitiv nicht mehr dem neuen Kader angehören. Auch Amin Bouzraa, Alessio Arambasic und Celal Aydogan gelten als Abgänge. Josue Santo war von den Sportfreunden Siegen ausgeliehen, Nicolas Hirschberger vom 1. FC Bocholt.

Wo und wann der WSV am Sonntag die erste Einheit absolviert, ist noch nicht bekannt – es wird mit der Stadt abgesprochen. Man sei mit den Planungen spät dran, hatte Strufe, der selber erst am vergangenen Montag (15. Juni 2026) als Vorstandsmitglied berufen wurde und zudem an der Seite von Trainer Tim Schneider als Sportchef fungiert, eingeräumt und um Verständnis gebeten.

Letztlich müsse und solle aber vertragslicht alles korrekt und wasserdicht ablaufen. Auch auf die „Gefahr“ hin, dass am Sonntag möglicherweise zunächst nur ein Dutzend Spieler dabei sind. Vielleicht aber kommt der WSV auch ins „Guinness-Buch der Rekorde“ – für die zeitlich kompakteste Kader-Präsentation der jüngeren Fußballgeschichte …

(jak)