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Handball-Bundesligist Bergischer HC empfängt am Mittwoch Erlangen

Handball-Bundesliga: Mittwoch gegen Erlangen : BHC-Coach Hinze: „Mehr Vorteile im Tempospiel haben“

Sportlich hätte der Saisonauftakt des Handball-Bundesligisten Bergischen HC nicht erfolgreicher laufen können. Mit 31:27 gewannen die Löwen zum ersten Mal überhaupt beim SC Magdeburg. Beim ersten Heimspiel in der neuen Saison ist der HC Erlangen am Mittwoch (7. Oktober 2020) ab 19 Uhr zu Gast in der Solinger Klingenhalle.

„Das hat sich nach dem Spiel und am Tag danach sehr gut angefühlt“, sagte BHC-Trainer Sebastian Hinze nach dem Coup in Sachsen-Anhalt. „Jetzt liegt unser Fokus aber auf dem nächsten Gegner.“ Die Mittelfranken haben in ihrem ersten Spiel mit 30:36 gegen den THW Kiel verloren. Dabei hielt die Mannschaft des neuen Trainers Michael Haaß zwar über weite Strecken mit, doch der Favorit sorgte in den entscheidenden Phasen dafür, dass er doch nicht ernsthaft in Bedrängnis geriet.

Aus HCE-Sicht soll es in der Klingenhalle selbstverständlich anders laufen - auch wenn der BHC in der Bundesliga vier Mal zu Hause Sieger blieb. Unvergessen ist der jüngste 25:24-Erfolg in der Klingenhalle, als Alexander Weck in letzter Sekunde traf und die Löwen zum Sieger einer Partie machte, die lange verloren schien.

Diese Geschichte wird sich am Mittwoch nicht wiederholen. Schließlich hat sich Alexander Weck einen Kreuzbandanriss zugezogen und fällt eine Weile aus. „Alle anderen sind Stand jetzt aber fit“, freut sich Hinze, dass er fast aus dem Vollen schöpfen kann. Personell sieht der Coach den Gegner aber besser aufgestellt: „Wenn man sich anschaut, woher die Erlanger Neuzugänge kommen, wird schnell klar, dass sie auch im Vergleich zur vorigen Saison stärker besetzt sind.“

Von den Rhein-Neckar Löwen kam Steffen Fäth, von der SG Flensburg-Handewitt Simon Jeppsson. Außerdem verstärkte sich der Kontrahent mit Martin Ziemer (Füchse Berlin), Max Jaeger (HSC 2000 Coburg), Klemen Ferlin (RK Celje), Janis Boieck (TSV Bayer Dormagen) und Hampus Olsson (HK Malmö). „Wir müssen bei der Grundidee unserer Abwehr im Vergleich zu Magdeburg Kleinigkeiten verändern“, kündigt Hinze an. „Während der SCM oft über Isolation und Eins-gegen-Eins-Bewegungen einen Vorteil erspielen will, setzt Erlangen auf Gefahr aus dem Rückraum und ein gutes Zusammenspiel mit dem Kreisläufer.“ Daher gelte es, gegen den Rückraum vorzurücken, gleichzeitig aber die Kompaktheit der Deckung nicht zu verlieren: „Ziel ist natürlich, dass wir mehr Vorteile im Tempospiel haben als die Gäste. Sonst wird es schwer.“

Im eigenen Positionsangriff wünscht sich der Trainer eine ähnliche Entschlossenheit wie beim Saisonauftakt: „Es geht immer noch darum, die Dinge zu stabilisieren, aber die Hoffnung ist natürlich da, dass die Erfolge im ersten Spiel Sicherheit geben und die Überzeugung bei jedem Einzelnen wächst, dass das, was wir tun, funktioniert.“

Noch ist unklar, ob der BHC Zuschauerinnen und Zuschauer in die Klingenhalle lassen kann. Am Montag lag der Inzidenzwert (aktuelle Covid-19-Infektionen pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner in den letzten sieben Tagen) in Solingen bei 46,6. Bleibt er über 35, bleibt die Halle für Fans geschlossen. Andernfalls dürfen 950 Inhaberinnen und Inhaber von Dauerkarten zusehen. „Die Stimmung in den Arenen der Handball-Bundesliga ist wirklich sehr gut - auch mit verringerter Zuschauerzahl“, sagt Hinze. Im freien Verkauf sind keine Tickets verfügbar.