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Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV siegt 2:0 (1:0) in Homberg

Fußball-Regionalliga: 2:0 (1:0) in Homberg : WSV lässt viele Chancen liegen, siegt aber

Der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV hat zum ersten Mal in diesem Jahr ein Pflichtspiel gewonnen. Das Team von Trainer Björn Mehnert setzte sich am Samstagnachmittag (26. Februar 2022) beim abstiegsbedrohten VfB Homberg mit 2:0 (1:0) durch.

Fast alle Spieler standen wieder zur Verfügung, darunter Semir Saric, der in der Startformation stand, und Philipp Hanke (zunächst auf der Bank). Es fehlten nur Nick Galle, Noah Salau und Joelle Tomczak.

Der WSV kam gut in die Partie und hatte bereits in der ersten Minute eine Chance durch Niklas Heidemann, der den Ball aber über das Tor schoss. Die Rot-Blauen kontrollierten die Anfangsphase, ohne sich auf dem holperigen Rasen aber Topchancen herauszuarbeiten. Ein Schuss von Kevin Rodrigues Pires verfehlte das Ziel ebenfalls deutlich (12.). Die erste dicke Möglichkeit bot sich Kevin Hagemann nach Vorlage von Marco Königs. Er scheiterte aber an Torwart Philipp Gutkowski (18.).

WSV-Torwart Sebastian Patzler war bis dato beschäftigungslos, sein Team klar überlegen. Ein Flugkopfball von Hagemann nach Flanke von Heidemann landete in den Armen des VfB-Schlussmanns (27.), zwei Minuten später zielte er per Fuß über den Kasten. Die Bergischen hatten nun Gelegenheiten im Minutentakt, doch auch gegen Rodrigues Pires blieb Gutkowski mit einer Fußabwehr Sieger (30.). Und auch gegen Valdet Rama parierte er (32.).

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In der 33. Minute war es dann aber soweit: Nach Vorarbeit von Valdet Rama sorgte Hagemann aus fünf Metern für die Führung. Der bärenstarke Stürmer hätte vor der Pause fast das 2:0 für den WSV erzielt, aber Maurice Miguel Opfermann Arcones verhinderte das in letzter Sekunde (43.). Die knappe Halbzeit-Führung war hochverdient.

Mehnert schickte die unveränderte Formation in die zweite Halbzeit. Und die begann mit einem Paukenschlag. Kapitän Felix Backszat verursachte einen Foulelfmeter, Yassine Bouchama jagte den Ball über die Latte (47.). Homberg wurde offensiver: Einen Kopfball des eingewechselten Momodou Lamin Jallow parierte Patzler (50.). Erst danach wachte der WSV wieder auf: Saric dribbelte sich fein durch, schoss aber freistehend links vorbei (52.). Nach einem Zusammenprall mit Königs musste Rama verletzt vom Feld, ihn ersetzte Phillip Abaogye (58.).

Homberg trat im zweiten Durchgang deutlich engagierter auf. Lion Schweers verhinderte den Ausgleich (62.). Der WSV wiederum verpasste die Vorentscheidung: Hagemann konnte Gutkowski nicht überwinden und traf auch im Nachschuss nicht (64.). Saric scheiterte mit einem Freistoß (70.). Gutkowski kratzte einen Kopfball nach einer WSV-Ecke von der Linie (71.).

Jallow prüfte Patzler, der den Ball aber mit den Fingerspitzen über die Latte lenkte (76.). Es blieb eng, weil der WSV den Sack nicht zumachte. Roman Prokoph kam für Königs (78.). Und das zahlte sich aus: Nur drei Minuten später vollendete er eine Flanke von Heidemann zum 2:0 (81.). Kingsley Sarpei ersetzte Hagemann (82.), Dominik Bilogrevic dann Rodrigues Pires (85.). Saric ließ das 3:0 liegen (3:0). Homberg vergab einen weiteren Elfmeter  Patzler hielt den Schuss von Pascale Talarski (90.+1.) sowie den Nachschuss von Jallow. Der Sieg war verdient.

Björn Mehnert (Trainer des WSV): „Wir wussten, dass es ein intensives Spiel wird. Wir waren auf alles vorbereitet. Wir sind verdient in Führung gegangen und hätten die ausbauen können. Wir hätten nach der Pause das 1:1 kassieren können oder müssen. Wir müssen dann aber früher das 2:0 machen, aber der Sieg ist verdient gewesen. Es hat heute Spaß gemacht gegen Homberg. Ich wünsche Euch alles Gute, dass ihr die nötigen Punkte holt! Die Vermutung bei Valdet Rama ist ein Nasenbeinbruch, die Nasenhöhle sah auch nicht gut aus. Wir müssen die Diagnose abwarten. Fußball ist so verrückt, das war ein Spiel mit vielen Chancen. Wir sind im Windschatten. Die anderen sind brutal konstant. Wir sind einen Punkt hinter der Hinrundenbilanz. Ich freue mich über den Sieg, alles andere werden wir sehen.“

Sunay Acar (Trainer VfB Homberg): „Es war ein sehr intensives Spiel auf einem schweren Platz, Wuppertal hat viel einfacher gespielt. Wir waren zu schwach vor der Pause. Nach der Pause muss man dann zustechen, das war aber die einzige Phase, wo wir dran waren. Das Spiel hätte 2:5 oder 3:5 ausgehen können. Wuppertaler war ein Level zu hoch für uns.“

Stephan Küsters (Sportlicher Leiter des WSV): „Wir sind sehr gut ins Spiel reingekommen und waren sehr dominant. Leider haben wir in der ersten Halbzeit die Chancen nicht verwertet. Nach dem Wechsel kommen wir nicht gut raus und haben Glück, dass der Elfer nicht reingeht. Nach einer Viertelstunde wurde es wieder besser, da haben wir uns auch wieder Chancen erarbeitet. Es hätte auch 5:3 für uns ausgehen können. Es war gut, dass wir mal wieder die Null gehalten haben, auch wenn es ein Arbeitssieg war. In Homberg ist es nie einfach. Unsere Mannschaft hat aber gut gearbeitet und verdient gewinnen. Kevin Rodrigues Pires fällt gegen Münster mit der fünften gelben Karte aus. Bei Valdet Rama steht ein Nasenbeinbruch zu befürchten. Über dem Auge ist es groß wie ein Tennisball. Da müssen wir abwarten.“

Am Dienstag (1. März) ist der WSV ab 19:30 Uhr im Niederrheinpokal-Achtelfinale zu Gast beim Oberligisten SC Velbert. Das Spiel findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Am 6. März empfangen die Rot-Blauen im Stadion am Zoo den SC Preußen Münster (14 Uhr).

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