Fußball-RL: 5:0 (1:0) gegen Velbert WSV schießt sich im Derby Frust von der Seele

Wuppertal · In der Fußball-Regionalliga hat der Wuppertaler SV am Samstag (16. März 2024) das bergische Derby gegen die SSVg Velbert 5:0 (1:0) gewonnen. Knackpunkt vor 1.904 Fans war die rote Karte gegen den Ex-WSVer Durim Berisha.

Jubel von Semir Saric.

Jubel von Semir Saric.

Foto: Stefan Rittershaus

Trainer Ersan Parlatan zog Konsequenzen aus der 0:3-Niederlage in Wiedenbrück: Krystian Wozniak (Tor), Migel-Max Schmeling, Semir Saric, Damjan Marceta, Phil Beckhoff und Davide Itter waren neu in der Startelf. Dafür saßen Paul Grave (Tor), Lukas Demming, Philipp Hanke und Charlison Benschop auf der Bank. Lion Schweers war gesperrt, Hüseyin Bulut erkrankt.

Der WSV wollte sich für die 0:1-Pleite im Hinspiel rehabilitieren. Die Partie begann verhalten, beide Teams waren auf Absicherung bedacht. Die erste Chance des WSV kam in der 15. Minute: Marco Terrazzino bediente Beckhoff, der mit links am linken Pfosten vorbei schlenzte. Auf der Gegenseite rauschte Tristan Duschke (ebenso wie Jonas Erwig-Düppel, Felix Herzenbruch und Durim Berisha einst in Wuppertal aktiv) an einer Freistoß-Hereingabe vorbei (17.). Nach einem Fehlpass von Aday Ercay zielte Andri Buzolli über das Tor (26.).

Kevin Hagemann blieb nach einem Zweikampf gegen Andri Buzolli ein Elfer verwehrt (28.). Zwei Schüsse von Hagemann wurden geblockt (32./37.). Velbert startete vereinzelte Angriffe, hatte auch mehrere Abschlüsse, kam aber nie komplett durch. Dann ging der WSV in Führung: Marco Terrazzino führte eine Ecke ganz schnell aus. Semir Saric zog von links ab und traf rechts ins Tor – 1:0 (38.). Velbert musste sich sammeln, die Rot-Blauen brachten die Führung in die Kabine.

Ohne Wechsel auf beiden Seiten ging es weiter. Der WSV legte einen Blitzstart hin. Nach einer Volleyabnahme von Marceta rettete Torwart Manuel Lenz zur Ecke (46.). Die zirkelte Beckhoff nach innen, Marceta setzte den Ball an den Innenpfosten, der Nachschuss wurde auf der Linie geklärt. Ab der 50. Minute spielte der WSV in Überzahl. Berisha grätschte von der Seite, aber zu spät gegen Mert Göckan und sah glatt Rot. Beckhoff versprang der Ball aus aussichtsreicher Position (53.). Torwart Lenz holte einen Kopfball von Marceta mit einer starken Parade von der Linie (58.).

In der 64. Minute wechselte der WSV doppelt: Hanke und Korzuschek kamen für Beckhoff und Itter. Die Rot-Blauen nutzten ihre Überzahl: Saric spielte Hagemann frei, der mit feiner Technik einschob – 2:0 (70.). Der Stürmer scheiterte knapp an Lenz (73.) Dann ein weiterer Doppelwechsel: Marceta und Terrazzino gingen, Demming und Benschop kamen (74.).

Fast fiel noch das 1:2. Manuel Schiebener setzte den Ball an den Innenpfosten (77.). Einen abgefälschten Schuss von Benschop lenkte Lenz über die Latte (78.). Velbert musste den verletzten Torwart auswechseln. Lenz wurde ersetzt von Jovan Jovic, der in der Winterpause ein Probetraining beim WSV absolviert hatte (80.).

Und für Jovic wurde es ganz bitter: Erst traf Korzuschek nach Vorlage von Hagemann zum 3:0 (83.,), dann Hagemann selber aus kurzer Distanz zum 4:0 (86.), schließlich Benschop zum 5:0 (88.). Die Derby-Punkte gingen diesmal an den WSV.

Die Regionalliga legt eine kurze Pause ein. Weiter geht es für den WSV am 30. März um 14 Uhr beim SV Lippstadt und am 6. April gegen RW Oberhausen (14 Uhr, Stadion am Zoo).

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