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Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV schlägt Kölns U23 2:0 (1:0)

Fußball-Regionalliga: 2:0 (1:0) gegen Kölns U23 : WSV feiert Heimsieg nach taktisch starkem Auftritt

Der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV hat die laufende Englische Woche mit einem Erfolg abgeschlossen. Nach dem Sieg in Aachen und der Niederlage gegen Mönchengladbach schlug das Team von Trainer Björn Mehnert am Samstagnachmittag (17. April 2021) die U23 des 1. FC Köln mit 2:0 (1:0). Mateo Aramburu und Marco Königs trafen im Stadion am Zoo für den Tabellenzwölften.

Der Chefcoach musste vor allem defensiv improvisieren. Neben den drei Innenverteidigern Christopher Schorch, Tjorben Uphoff (beide verletzt) und Kevin Pytlik (5. gelbe Karte) fehlten auch die Linksverteidiger Moritz Römling und Tolga Cokkosan. Dafür rutschten Daniel Nesseler, Lars Holtkamp (mit seiner Startelf-Premiere) und Mateo Aramburu (für Marco Königs) in die Anfangsformation.

Der WSV begann diesmal konzentriert und attackierte früh. Aramburu und Holtkamp versuchten es in den ersten Minuten mit Schüssen aus der zweiten Reihe. Köln müsste schon in der 7. Minute seinen Torwart Julian Krahl verletzungsbedingt gegen Julian Roloff auswechseln. Dann tauchte Jae-Hwang Hwang frei vor WSV-Schlussmann Sebastian Patzler auf, der aber die Nerven behielt und den Ball mit einer Parade abwehrte (13.). Semir Saric traf in der 18. Minute aus spitzem Winkel das Außennetz. Köln verstärkte nun den Druck, doch das Tor erzielte der WSV: Zunächst schoss Lars Bender aus 12 Metern, Köln klärte soeben noch. Mateo Aramburu war aber hellwach und netzte eiskalt ein - 1:0 (25.). Die Rot-Blauen hatten sich inzwischen wieder gefangen. In der 35. Minute landete der Ball nach einem Freistoß von Kevin Rodrigues Pires am Pfosten. Kurz vor der Pause verhinderte Noah Salau den Ausgleich, als er rechtzeitig mit zurückgeeilt war und den Ball fünf Meter vor der Linie wegdrosch. Hwang hatte aus 16 Metern abgezogen (41.). Der WSV behauptete bis zum Ende der sehr temporeichen ersten Halbzeit die Führung.

Trainer Mehnert musste nach 48 Minuten wechseln: Kavin Hagemann hatte sich verletzt, für ihn kam Isaak Akritidis. Der WSV spielte weiter angegiert nach vorn. Beyhan Ametov vergab zwei Möglichkeiten zum 2:0 (53./58.). Hinten standen die Bergischen mit der neuen Innenverteidigung Noah Salau und Daniel Nesseler (gegen seinen Ex-Club) stabil. Den Kölner fiel jetzt lange nichts wirklich Konstruktives ein. Sie hatten zwar mehr Ballbesitz, aber der WSV arbeitete konzentriert, ohne selber große Tormöglichkeiten zu kreieren. In der 76. Minute brachte Mehnert Königs und Grebe für Aramburu und Holtkamp. In der 83. Minute verpasste Ametov zunächst die Entscheidung, als er nach Vorlage von Königs nur den Außenpfosten traf. Dann aber leitete er das große Finale ein: Mit einer scharfen Hereingabe bediente er in der 88. Minute den am langen Pfosten lauernden Marco Königs - 2:0. Der siebte Sieg im achten Heimspiel 2021 war perfekt.

Björn Mehnert (WSV-Trainer): „Der Plan ist aufgegangen, weil die Jungs es überragend umgesetzt haben. Köln hat eine sehr gute U-Mannschaft, zusammen mit Düsseldorf die beste. Der FC hatte einen Megalauf. Die Jungs haben es taktisch super gemacht. Egal ob Daniel Nesseler, Joey Paul Müller, der sehr flexibel ist, innen Noah Salau, Lars Holtkamp und Semir Saric, die das Zentrum zugemacht haben, aber auch alle anderen. Moritz Römling hatte gegen Gladbach einen Schlag bekommen und eine Prellung, dazu einen Bluterguss.“

 Szene Kevin Rodrigues Pires (am Boden).
Szene Kevin Rodrigues Pires (am Boden). Foto: Dirk Freund

Stephan Küsters (Sportlicher Leiter WSV): „Großes Kompliment an die Mannschaft. Sie hat wie gefordert ein ganz anderes Gesicht gezeigt. Man darf ja nicht vergessen, dass sie noch nie in der Formation gespielt hat. Es gab einige Umstellungen, die Viererkette war nicht eingespielt. Wir hatten sechs U-Spieler in der Startformation. Ich möchte keinen hervorheben, das war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Das ist, was wir brauchen. Dann sind wir auch erfolgreich. Wir haben alles umgesetzt. Und Björn Mehnert hat ein goldenes Händchen bewiesen mit der Entscheidung, Mateo Aramburu reinzubringen.“

In der kommenden Woche geht es am Mittwoch (21. April) um 19:30 Uhr im Stadion am Zoo mit dem Nachholspiel gegen den FC Wegberg-Beeck weiter. Es folgt das Auswärtsspiel am Samstag (24. April) um 14 Uhr bei den Sportfreunden Lotte. Die ursprunglich für den 21. April vorgesehene Nachholpartie bei der U23 von Fortuna Düsseldorf ist auf den 30. April verlegt worden (18:30 Uhr, Flinger Broich).

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