Die Stimmen nach dem Spiel WSV-Trainer Parlatan: „Rundum gelungener Nachmittag“

Wuppertal · Nachdem der Drittliga-Traum endgültig geplatzt ist, wollte der Fußball-Regionalligist WSV zumindest das Derby gegen das Schlusslicht SSVg Velbert gewinnen. Die Revanche für die 0:1-Niederlage im Hinspiel gelang. Die Stimmen aus dem Presseraum des Stadions am Zoo.

Der WSV jubelte gegen Velbert fünffach.

Der WSV jubelte gegen Velbert fünffach.

Foto: Stefan Rittershaus

André Adomat (Trainerstab SSVg.Velbert): „Momentan fällt es mir sehr, sehr schwer – das ist das erste Mal in den Wochen, in denen ich dabei bin. Der Kloß im Hals sitzt schon tief. Wir haben das aus meiner Sicht bis zur roten Karte sehr, sehr ordentlich gemacht. Damit war ich absolut zufrieden. Was ab der roten Karte passiert … Wir haben nach dem 2:0 für Wuppertal noch eine Chance, wo der Ball gegen den Innenpfosten geht. Wenn wir etwas Glück haben, geht es rein. Dann steht es 2:1, und wir können irgendwie vielleicht noch ins Spiel zurückkommen. Wir sind zusammengebrochen, das war nicht gut.

Zur roten Karte: Da bin ich etwas säuerlich auf das Schiri-Gespann. Der Linienrichter vor mir sagt: Gelb, Gelb, Gelb! Der Schiri nimmt die gelbe Karte in die Hand. Die Bank vom WSV macht es vielleicht clever, das ist abgezockt. Ob das sein muss? Ich bin da kein Freund von, so die Karten zu fordern. Sie haben es gemacht. Es gab Rot. So ist Fußball, das muss man akzeptieren.

Wuppertal hat am Ende 5:0 gewonnen, dazu Glückwunsch. Wir werden weiterkämpfen, wir haben entscheidende Wochen vor uns. Wir wollen unbedingt den Klassenerhalt schaffen. Wir kämpfen, kämpfen, kämpfen. Wuppertal wünsche ich alles, alles Gute für die restliche Saison.“

Ersan Parlatan (Trainer Wuppertaler SV): „In erster Linie geht es darum, die Gesundheit der Spieler zu schützen. Es war aus meiner Perspektive eine ganz klare rote Karte, keine Chance, den Ball zu spielen. Wenn man so in den Zweikampf geht, war eine berechtigte rote Karte. Das am Rande dazu.

Zum Spiel: Wir wussten, dass wir gegen einen Gegner spielen, der die Räume verengt, es schwierig wird, Chancen zu erspielen. Wir mussten erst einmal ins letzte Drittel kommen, um den Gegner dort zu bearbeiten. Das haben wir in den ersten 20, 25 Minuten in meinen Augen nicht gut gemacht. Je länger das Spiel gedauert hat, auch wenn der Gegner in Unterzahl gespielt hat, hat man gesehen, was wir uns eigentlich vorgenommen haben.

Wir sind froh und zufrieden, 5:0 in einem Derby gegen einen Nachbarn siegreich vom Platz zu gehen. Ich weiß, dass es für den Verein und das Umfeld ein wichtiges Spiel ist. In der Art und Weise, wie wir es hinten heraus gemacht haben mit der Souveränität und vom Fußballerischen, hätten wir noch höher gewinnen können. Demzufolge ist es für uns ein rundum gelungener Nachmittag.

Wir freuen uns natürlich, dass wir mal wieder zu Null gespielt haben. Es ist nicht so viel aufs Tor gekommen, insofern konnte sich Krystian Wozniak nicht so auszeichnen. Aber es geht als Torwart nicht nur darum, wie viel Bälle er hält, sondern auch, wie er auf dem Platz kommuniziert. Das hat er sehr, sehr gut gemacht. Wir haben die Wechsel vorgenommen, um den Spielern, die hinten dranwaren oder seit Wochen gewartet und gut trainiert haben, eine Chance zu geben. Das ist teilweise aufgegangen, nicht auf jeder Position.“

Gaetano Manno (Sportlicher Leiter Wuppertaler SV): „In der ersten Halbzeit haben wir etwas gebraucht. Das 1:0 durch die schöne Einzelaktion war dann der Löser. Wir sind auch bei 11 gegen 11 sehr gut aus der Kabine gekommen. Es war hochverdient. Da müssen wir weiter dran arbeiten, um am Ende eine gute Platzierung zu erreichen.“