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Alexander Voigt ist wieder Trainer des Fußball-Regionalligisten

Fußball-Regionalliga : Alexander Voigt ist wieder WSV-Trainer

Der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV hat seinen neuen Chefcoach und damit Nachfolger von Pascal Bieler gefunden. Alexander Voigt kehrt zu den Rot-Blauen zurück.

Voigt soll nun das neue Team aufbauen, dessen Gerüst nach Rundschau-Informationen bereits steht. Demnach sind bereits rund ein Dutzend Verträge, darunter mit mehreren Stammspielern, fixiert, ebenfalls einige mit Neuzugängen. Der WSV hatte zwar Ende Juni einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenregie gestellt. In Absprache mit dem daraufhin vom Amtsgericht eingesetzten Sachverwalter Dr. Dirk Andres, der die Unterlagen sichtet, ist der Verein aber weiterhin handlungsfähig. Der ehemalige WSV-Vorsitzende Friedhelm Runge hatte zugesagt, den Etat der Saison 2020/21 mit 500.000 Euro zu unterstützen. Für die von anderen Vorständen angehäuften „Altlasten“ werde er jedoch keinesfalls aufkommen, so der 81-Jährige.

Inzwischen lichten sich auch weitere personelle Nebel. So übernimmt Ex-Nationalspieler Holger Fach keinen Posten an der Hubertusallee. Er habe abgesagt, so der 57-Jährige gegenüber der Rundschau. Auch der 1990er-Weltmeister Jürgen Kohler ist wohl eher kein Thema mehr. Der WSV will sich in der kommenden Woche zu weiteren inhaltlichen Fragen äußern. Testspiele sind bislang gegen Germania Ratingen (29. Juli), den FC Kray (2. August), den VfB Hilden (8. August), die Sportfreunde Baumberg (15. August), den FC Gießen (23. August) und die SSVg Velbert (29. August) angesetzt. Wo und in welcher Form, also ob mit oder ohne Fans, muss noch geklärt werden.

Voigt will am 17. Juli das Training aufnehmen. Der ehemalige Bundesliga-Profi hatte den WSV bereits von Oktober 2019 bis Januar 2020 ehrenamtlich trainiert. Der 42-Jährige war in der Winterpause zurückgetreten („Aufgrund der sich mir bietenden beruflichen Perspektive und der Tatsache, dass ich seit Oktober unentgeltlich gearbeitet habe, muss ich mein Traineramt beim WSV leider abgeben. Es war eine schwere Entscheidung, aber letztlich habe ich keine andere Wahl als diesen Weg einzuschlagen.“)

Alexander Voigt bei seiner neuerlichen Vertragsunterzeichnung: „Ich freue mich sehr, wieder zurück in Wuppertal zu sein. Mein Engagement in der letzten Saison stand unter keinem guten Stern. Die Umstände, gerade auch wegen der unentgeltlichen Aufgabe, haben die Aufgabe sehr schwer gemacht. Ich bin weiterhin mit allen Beteiligten in Kontakt geblieben, um das, was ich hier noch nicht geschafft habe, vielleicht noch umsetzen zu dürfen. Hierzu ist vor allem eine eigene Vorbereitung mit der Mannschaft wichtig - hier werden die Grundsteine gelegt! Wir werden viel mit dem Ball arbeiten, um uns spielerisch und konditionell gut auf die intensive Spielzeit vorzubereiten, und wollen natürlich alle Wuppertaler und Wuppertalerinnen mit unserem Fußball mitnehmen.“

Sportvorstand Thomas Richter: „Alexander ist ein erfahrener Trainer, der seine Aufgabe akribisch angeht und den Spielern viel abverlangt. In der neuen Saison wird es auf spielerische und kämpferische Aspekte ankommen. Dafür sehen wir uns mit Alexander genau richtig aufgestellt."