Wuppertaler Wohnungsbaugesellschaft macht wieder Gewinn

Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft : Die GWG macht wieder Gewinn

Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Wuppertal (GWG) hat das Geschäftsjahr 2018 mit einem Gewinn von rund 2,7 Millionen Euro abgeschlossen. Das hat das Unternehmen am Freitag (14. Juni 2019) bekannt gegeben. 2017 gab es noch einen Verlust von rund 3,8 Millionen Euro. Im November 2017 hatte der Stadtrat der GWG 58,82 Millionen Euro zur Sanierung bereitgestellt.

Die GWG ist eine 95-prozentige städtische Tochter und größte Vermieterin in Wuppertal. Sie besitzt derzeit rund 5.600 Wohnungen, davon 120 Senioren-Service-Wohnungen. Außerdem vermietet sie rund 41.000 Quadratmeter Gewerbefläche. Man habe „alle Ziele im Zusammenhang mit ihrer Neuaufstellung erreicht“ und sei „auch wirtschaftlich nun auf einem sehr guten Weg. So kann der Konzern wieder verstärkt Investitionsprojekte umsetzen und sich zu den erfolgreichen Wohnungsbaugesellschaften zählen“, teilte die GWG im Rahmen der Bilanzpressekonferenz mit.

Die Eigenkapitalquote verbesserte sich von 23,2 auf 25 Prozent. Durch die Abgabe der Service-Wohnanlage „Am Springer Bach“ Ende 2017 fiel eine jährliche Unterdeckung in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro weg. Rund 13,2 Millionen Euro hat die GWG nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr für sonstige betriebliche Aufwendungen, Personal und Zinsen ausgegeben – 2017 waren es rund 15,7 Millionen Euro. „Parallel dazu haben sich die Umsätze aus der Hausbewirtschaftung trotz des Wegfalls der Umsätze aus der Service-Wohnanlage ,Am Springer Bach‘ von 36,4 Millionen Euro im Vorjahr auf 36,3 Millionen Euro in 2018 stabil entwickelt. Das Rohergebnis (24 Millionen Euro in 2018) ist im Vergleich zum Vorjahr (20,8 Millionen Euro) um rund 3,2 Millionen Euro gestiegen – also gut 15 Prozent“, heißt es.

GWG-Geschäftsführer Oliver Zier. Foto: GWG/Bettina Osswald

In den nächsten zehn Jahren will die GWG rund 130 Millionen Euro in den Wohnstandort Wuppertal investieren. Davon entfallen rund 116 Millionen Euro auf „nachhaltige Maßnahmen zur Verbesserung der Wohnqualität im Bestand“. Hinzu sollen „gezielte Neubauprojekte, die dazu dienen, den Gesamtbestand aufzufrischen und neue Angebote für die rege Nachfrage in Wuppertal zu schaffen“, kommen. Zum Jahresende 2018 standen rund 3,6 Prozent der GWG-Wohnungen leer. Dies entspreche einer Verbesserung von rund 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit liege der Anteil leerstehender Wohnungen im Bestand der GWG deutlich unter dem gesamtstädtischen Wert.

Zu den Modernisierungsmaßnahmen zählten das Großprojekt Sedanstraße 75-89 in Barmen mit insgesamt acht denkmalgeschützten Mehrfamilienhäuser und 59 Wohnungen. „Zudem wurden insgesamt 201 Wohnungen modernisiert und die vorbereitenden Planungsarbeiten für weitere Großmodernisierungen, wie zum Beispiel die Umbaumaßnahme Wuppertaler Hof sowie der Um-/Ausbau der Lise-Meitner-Straße, vorangetrieben. Hier sollen moderne, kundenfreundliche Büroflächen für den Stadtkonzern entstehen, die auch einen Einstieg in die ,Arbeitswelten 4.0‘ ermöglichen“, so die GWG.

So soll das „heidter carré“ aussehen. Foto: GWG

Außerdem plant die städtische Tochter mit dem „heidter carré“ das erste Neubauvorhaben seit Ende der 1990er Jahre. Auf dem verbleibenden Grundstück der ehemaligen Bremme-Brauerei in Heckinghausen sollen 30 barrierefreie Wohnungen mit einer Kindertagesstätte kombiniert werden.

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