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Schon jetzt mehr Schäden durch Waldbrände im Bergischen Land als 2019

Bergisches Land : Schon jetzt mehr Schäden durch Waldbrände als 2019

Das Regionalforstamt Bergisches Land bittet eindringlich um „Vorsicht und umsichtiges Verhalten“ im Wald.

„Unsere Kontrollgänge zeigen, dass Laubstreu, Bodenvegetation und liegendes Holzmaterial nach wie vor derartig trocken sind, dass ein kleiner Funke bereits unheilvolle Folgen auslösen könnte. Die Dürresommer der vergangenen Jahre und die Borkenkäfer sorgen für ungewöhnlich viel trockenes Totholz und damit für eine zusätzliche Waldbrandgefahr. Bis jetzt sind im laufenden Jahr 2020 die Schäden durch Waldbrände schon größer als im gesamten Jahr 2019. Der große Waldbrand in Gummersbach durch den auch Wohngebiete bedroht waren, dürfte allen noch in lebhafter Erinnerung sein“, teilt die Behörde mit.

Gleichzeitig seien durch die Corona-Pandemie viel mehr erholungssuchende Menschen im Wald als üblich. Man erwarte, dass die Auflockerungen der Einschränkungen zu einem zusätzlichen Andrang der Menschen in der Natur führe. Das Regionalforstamt, Waldbesitzer und Feuerwehren seien deshalb momentan besonders aufmerksam, um im Falle des Falles sofort reagieren zu können. Zudem wird die Bevölkerung um Mithilfe gebeten.

▶ Offenes Feuer und Grillen im Wald sind grundsätzlich und immer verboten. Auch das Rauchen im Wald ist von Anfang März bis Ende Oktober ausdrücklich untersagt.

▶ Waldbesucherinnen und Waldbesucher können aktiv bei der Waldbrandmeldung helfen, indem sie Brandnester sofort bei den Feuerwehren über die Rufnummer 112 melden.

▶ Im Falle eines Falles kann es auch gefährlich sein, sich abseits der Wege im Wald zu bewegen. Derzeit sollte man daher für den Waldspaziergang oder die Wanderung ausschließlich feste Wege benutzen.

▶ Die Regionalforstämter weisen deshalb mit Nachdruck darauf hin, dass Waldbesucherinnen und Waldbesucher ausschließlich die ausgewiesenen Wanderparkplätze nutzen und nicht an den Waldwegen parken. Diese Wege sind Feuerwehrzufahrten, durch die im Ernstfall auch große Löschfahrzeuge zum Brandherd gelangen müssen.