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Wuppertal: Uwe Schneidewind zum Thema Forensik in Ronsdorf

OB-Kandidat Schneidewind zu Forensik, Bausch-Zentrum und BUGA : „Unverantwortliches Schüren von Ängsten“

Bei der Vorstellung seiner Oberbürgermeister-Wahlkampfkampagne unter dem Motto „Schneidewind verbindet“ wurde der OB-Kandidat von CDU und Grünen am Dienstag (19. Mai 2020) auch (nicht nur) zur Forensik auf den Wuppertaler Südhöhen gefragt. Er fand klare Worte.

Schneidewind, der die Ablehnung einer irgendwie gearteten Bebauung der Kleinen Höhe – wo es also nun auch keine Forensik geben wird – vor Kurzem öffentlich transportiert hat, weiß in dieser Sache CDU, Grüne, Linke und Freie Wähler/WfW, sprich die Ratsmehrheit, hinter sich. Zum aktuell stark formulierten Widerstand gegen die Forensische Klinik des Landes NRW an der Parkstraße in Ronsdorf sagte Schneidewind: „Was da jetzt teilweise an Sorgen und Ängsten geschürt und ausgeschlachtet wird, halte ich eigentlich für unverantwortlich.“ Viel wichtiger sei, die hohen Sicherheitsstandards für eine solche Einrichtung in den Fokus zu rücken – sowie die Arbeitsplätze zu sehen, die eine Klinik dieser Art mit sich bringe.

Das Argument, dass mit einer Forensik an der Parkstraße dort nun ein mögliches Gewerbe-Areal verloren gehe, lässt Schneidewind nicht gelten: „Es ist wahrscheinlich, dass nach Corona der Bedarf an Gewerbeflächen nicht mehr so sein wird, wie zuvor prognostiziert.“ Es müsse nun darum gehen, „wertschöpfungsstarke Industrie und Dienstleistung“ in Wuppertal zu halten. Die Vergangenheit habe außerdem gezeigt, dass es nicht viel bringe, in konjunkturschwachen Phasen Gewerbeflächen auf Vorrat zu halten. Das führe dann immer wieder dazu, dass es nur noch Interesse von Logistik-Unternehmen gebe. Schneidewind: „Da geht dann wirklich relevante Gewerbefläche verloren. Den Fehler sollten wir nach der Corona-Krise nicht noch einmal machen.“

Auch zum Pina Bausch Zentrum positionierte sich Schneidewind: Trotz der nun problematischen Stadt-Finanzlage habe dieses Projekt für die Positionierung Wuppertals als überregionalem Kulturstandort eine Schlüsselbedeutung. „Es ist gut, dass die Entscheidungen jetzt getroffen sind“, so der schwarz-grüne OB-Kandidat.

Eher zurückhaltend dagegen Schneidewinds Sicht zur möglichen Bundesgartenschau (BUGA) im Jahr 2031. Bei solch einem Projekt gehe es darum, Flächen zu entwickeln, die es vorher noch nicht gegeben habe – „mit erheblicher zusätzlicher Lebensqualitätssteigerung“. Ob das Wuppertaler BUGA-Konzept, so Schneidewind zum Schluss, „wirklich angelegt ist, das zu erreichen“, müsse man sich „noch einmal sehr, sehr genau anschauen“.