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Die Rundschau-Chronik 2016: Q wie Quanta costa

Die Rundschau-Chronik 2016 : Q wie Quanta costa

Die erste Hürde konnte 2012 übersprungen werden, der Bund stufte Pina Bausch und ihr Werk als zu wahrendes, national bedeutsames künstlerisches Erbe ein. Diese Wahrung möchten nun die Wuppertaler in Form eines internationalen Pina-Bausch-Zentrums im ehemaligen Schauspielhaus an der Bundesallee in die Tat umsetzen.

Noch unter Federführung von OB Peter Jung und mit der parteiübergreifenden Hilfe Wuppertaler Landtags- und Bundestagsabgeordneter wurden weitere Gespräche in Berlin geführt und zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht. Der Bund erklärte sich bereit, für Umbau- und Neubau 29,2 Millionen bereit zu stellen. Weitere 29,2 Millionen der erforderlichen 58,4 Millionen der geschätzten Gesamtkosten müssen sich Land und Stadt teilen. Euphorisch klopften sich die Politiker gegenseitig auf die Schultern und begannen mit der Planung.

Auf vier Säulen soll das zukünftige Zentrum, dessen Eröffnung für 2022 ins Auge gefasst wurde, stehen, dem Tanztheater Pina Bausch, der Bausch-Foundation, einem Produktionszentrum für internationale Kompanien und einem Bürgerforum. Workshops zur Raumnutzung, Untersuchungen zum Gebäudezustand des Schauspielhauses und zur Möglichkeit der Geländeöffnung zur Wupper erfolgten. Doch eine Summe X ließ sich bis heute nicht ermitteln, die Folgekosten, die der Betrieb eines solchen Zentrums mit sich bringt. Hier gibt es keine vergleichbaren Zahlen, die als Berechnungsgrundlage dienen könnten.

Nur eins steht fest, die Stadt allein kann diese Kosten nicht stemmen. Doch noch ist man optimistisch, auch dieses Problem mit Hilfe von Sponsoren, Bund und Land zu beseitigen. Erste Wiederbelebungsmaßnahmen für das Schauspielhaus kamen bei den Wuppertalern bereits gut an, so gab es Pressekonferenzen des Tanztheaters, die Bausch-Foundation lud zur Matinee, der 50. Geburtstag des Graubner Baues wurde mit kostenlosen Führungen hinter die Kulissen, einer Tanzperformance Wuppertaler Bürger und — wie oben zu sehen — mit einer "Underground"- Vorstellung des Tanztheaters gefeiert.