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Netze an Döppersbergmauern: Aufwertung durch Plakate oder Begrünung?

Netze an den Döppersbergmauern : Aufwertung durch Plakate oder Begrünung?

Die Mauer am Döppersberg bröckelt, und zwar massiv. Um zu verhindern, dass Passanten zu Schaden kommen, muss die Natursteinfassade mit schwarzen Netzen gesichert werden. Damit der Döppersberg nicht wie von Spinnenweben überzogen erscheint, gibt es einige Vorschläge zur optischen Aufwertung.

In einer Sondersitzung der Döppersberg-Kommision ließ Gutachter Johannes Tombers keinen Zweifel daran, dass die Stadt handeln müsse, um wegen der Witterung immer wieder aus der Mauer herausfallende Steinsplitter aufzufangen. Schwarze Netze über der Mauer sind bisher die Lösung, 500 bis 600 Quadratmeter Netz hat die Stadt bereits bestellt. Bis die Prüfung abgeschlossen ist, wie es mit der Mauer weiter geht, müssen sie hängen bleiben - und das kann Jahre dauern. Um die Vernetzung schöner zu gestalten, beraten Stadt und Wuppertal Marketing die Möglichkeit, großflächig Plakate über die schwarze Netz-Verkleidung zu hängen.

Martin Belz, Prokurist der Gartenbaufirma Leonhards und Gründungsmitglied der Wuppertalbewegung, äußerte sich gegenüber der WZ mit einer anderen Idee: Er schlägt vor, Pflanzen über die Netze rangen zu lassen, um die Mauern vollständig zu Begrünen. Denkbare wäre das nicht nur als provisorische, sondern als dauerhafte Lösung. Ganz so einfach ist es allerdings nicht, die bröckelnde Natursteinfassade in eine grüne Oase zu verwandeln. Ein Ratsbeschluss sieht eine Natursteinmauer am Döppersberg vor und der Entwurf des Architekten sei urheberrechtlich geschützt.